
Das bedeutet so viel wie: "Es ist schon viel Wasser die Breitach hinunter gelaufen."
Über 100 Jahre ist es her, seit die Breitachklamm erschlossen wurde. Eine lange Zeit, in der viel Wasser durch die Breitachklamm geflossen ist, in der sich aber auch viel ereignet hat und ereignet. Alle wichtigen und aktuellen Informationen sind nachfolgend zusammengefasst:
Am 19. Mai 2026 nominierte der WWF Deutschland im Rahmen einer Flussfeier in Kempten die Breitach als eine von vier potenziellen „Gewässerperlen PLUS“ in Deutschland. Mit dieser Auszeichnung werden besonders naturnahe Fließgewässer gewürdigt, die sich durch eine natürliche Gewässerstruktur, freie Fließdynamik sowie wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten auszeichnen.
Neben der Breitach wurden auch die Haidgauer Ach in Baden-Württemberg, der Schwarze Regen im Bayerischen Wald sowie die Saalach im Berchtesgadener Land nominiert. Die vier Gewässerabschnitte erfüllen die fachlichen Kriterien des Labels und gelten als besonders schützenswerte Beispiele natürlicher Bach- und Flusslandschaften.
Die Breitach, die in Vorarlberg entspringt und bei Oberstdorf gemeinsam mit Trettach und Stillach in die Iller mündet, weist auf einem rund 5,4 Kilometer langen Abschnitt einen weitgehend natürlichen Verlauf auf. Zu diesem Abschnitt zählt auch die Breitachklamm, die durch ihre einzigartige Geologie und ihre naturnahe Flussdynamik eine besondere Bedeutung für den Natur- und Artenschutz besitzt. "Das Naturdenkmal war auch ein entscheidender Punkt für die Nominierung", so Betriebsleiter Dominik Fritz. "Die Zugänglichkeit zur Natur mit gleichzeitiger Besucherlenkung sowie die vielfältigen Möglichkeiten der Informationen und die durchgeführten Umweltbildungsmaßnahmen durch die Breitachklammverein eG wurden durch den WWF aufgezeigt".
Das Label „Gewässerperle PLUS“ würdigt nicht nur die ökologische Qualität eines Gewässers, sondern auch das Engagement der Menschen vor Ort. Das „PLUS“ steht für den Einsatz von Kommunen, Verbänden, Naturschutzorganisationen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich aktiv für den Schutz und die Weiterentwicklung ihrer Gewässer einsetzen. Die Nominierung der Breitach unterstreicht die Bedeutung dieses einzigartigen Naturraums und ist zugleich eine Anerkennung für alle Beteiligten, die sich seit vielen Jahren für den Erhalt eines frei fließenden und naturnahen Flusses einsetzen.
Mehr zu den Gewässerperlen hat der WWF hier zusammengefasst.
Foto: Matthias Sienz / Foto Sienz im Auftrag des WWF Deutschland
Im Zeitraum vom 23.05. bis 05.07.2026 wird auf der Linie 44 ein Pilotprojekt zum bargeldlosen Ticketkauf im Bus durchgeführt. Während dieser Testphase ist der Erwerb von Fahrscheinen direkt im Bus ausschließlich bargeldlos möglich. Die Bezahlung kann bequem mit EC- oder Kreditkarte sowie per Smartphone oder Smartwatch erfolgen.
Tickets können selbstverständlich weiterhin vorab über die MONA App erworben werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Fahrscheine bei der Vorverkaufsstelle in Oberstdorf zu kaufen – dort ist auch weiterhin Barzahlung möglich.
Alle bestehenden Ticketangebote behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit. Dazu zählen insbesondere das Deutschlandticket, der Mobil Pass Allgäu sowie innerhalb des Oberstdorfer Gemeindegebiets der Daheim-Pass.
Mit dem Pilotprojekt sollen wichtige Erfahrungen gesammelt werden, um zu prüfen, wie der Ticketkauf im öffentlichen Nahverkehr künftig noch einfacher, schneller und sicherer gestaltet werden kann.
„Während der Frühjahrsarbeiten hatten wir in diesem Jahr sehr stabiles Wetter. Trotz des späten Wintereinbruchs konnten wir daher unser Ziel erreichen, pünktlich Anfang Mai zu öffnen“, erklärt Franz Rietzler, Vorstandsvorsitzender der Breitachklammverein eG. „Die Zusammenarbeit unseres Teams mit den Partnerfirmen hat dabei hervorragend funktioniert. Diese Arbeiten sind für uns von herausragender Bedeutung - so hat für uns die Sicherheit höchste Priorität“, ergänzt er zufrieden.
Die Zeit der reparaturbedingten Schließung wurde zudem genutzt, um den Parkplatz P1 zu sanieren und die Zugangssituation am Eingangsgebäude in Tiefenbach zu verbessern. Auch an der Infostation an der Walserschanz (Parkplatz P2) wurden größere Änderungen vorgenommen. „Im Zuge der Sanierung der Walserschanz haben wir unsere Infostation in den ehemaligen Kiosk verlegt. Dort erhalten unsere Gäste nun alle wichtigen Informationen für ihren Besuch, ergänzt durch eine kleine Ausstellung sowie ein Angebot an Snacks und Getränken“, erläutert Betriebsleiter Dominik Fritz. Darüber hinaus wurde die Infostation in Tiefenbach weiter optimiert. Besucher finden dort nun umfassendere Informationen zu Flora und Fauna sowie zu den geologischen und historischen Besonderheiten der Breitachklamm.
Aktuelle Informationen werden weiterhin täglich auf der Homepage veröffentlicht. Dazu gehört auch der Hinweis auf die frühere Schließung der Klamm am Donnerstag, den 7. Mai, aufgrund von Asphaltierungsarbeiten an der Zufahrtsstraße, wie Betriebsleiter Dominik Fritz ergänzt.
Am 14. Mai 2026 steht ganz Deutschland im Zeichen des Wanderns: Zum mittlerweile zehnten Mal lädt der Deutsche Wanderverband zum bundesweiten „Tag des Wanderns“ ein. Seit seiner Einführung im Jahr 2016 hat sich der Aktionstag zu einer festen Größe entwickelt, die eindrucksvoll zeigt, wie vielfältig und kreativ Wandern in Deutschland gelebt wird. Mit jährlich über 350 Veranstaltungen und rund 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern reicht das Spektrum von klassischen Streckenwanderungen über Stadtspaziergänge bis hin zu Kräuterführungen, Waldbaden oder barrierefreien Familienangeboten. Ziel ist es, Natur und Kultur auf unterschiedlichste Weise erlebbar zu machen und Menschen für das Wandern zu begeistern.
Auch die Breitachklamm beteiligt sich an diesem besonderen Tag mit einem attraktiven Angebot: Am 14. Mai 2026 werden zwei garantierte Sonderführungen durch die beeindruckende Schlucht angeboten – um 14:00 Uhr und um 16:00 Uhr. Das Besondere daran: Die Führungen finden unabhängig von der Teilnehmerzahl statt. Damit haben auch Einzelpersonen und kleine Gruppen die Möglichkeit, die Klamm in einem geführten Rahmen zu entdecken. Die Tickets hierfür sind ausschließlich online buchbar.
Im Mittelpunkt der rund zweistündigen Touren stehen spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Breitachklamm, ihre touristische Erschließung sowie die geologischen und landschaftlichen Besonderheiten des "Naturwunder des Jahres 2025". Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben die imposanten Felsformationen, tosenden Wassermassen und die faszinierende Dynamik der Schlucht aus einer neuen Perspektive und erhalten fundiertes Hintergrundwissen von erfahrenen Guides.
Die Führung um 14:00 Uhr kann hier gebucht werden.
Die Führung um 16:00 Uhr kann hier gebucht werden
Treffpunkt für beide Führungen ist an der Klammstraße 47 in 87561 Oberstdorf. Der Preis beträgt 13,00 Euro pro Person und beinhaltet bereits den Eintritt in die Breitachklamm.
Mit dem Ende des Winters beginnt in der Breitachklamm die alljährliche Phase intensiver Vorbereitungen. Bevor Besucher die zum "Naturwunder des Jahres 2025" ausgezeichnete Schlucht wieder sicher erleben können, wird das gesamte Gelände umfassend geprüft und instandgesetzt.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Kontrolle der steilen Felswände. Speziell ausgebildete Industriekletterer kontrollieren und überprüfen das Gestein, entfernen lockere Felsen und minimieren so potenzielle Gefahrenstellen. Diese Arbeiten sind anspruchsvoll und erfordern neben umfassender Erfahrung auch ein hohes Maß an Präzision.
Gleichzeitig werden Wege, Stege und Geländer durch das Klamm-Team sorgfältig inspiziert. Beschädigte Elemente werden repariert oder ersetzt, Sicherungseinrichtungen überprüft und die Infrastruktur auf die kommende Saison vorbereitet. Auch witterungsbedingte Schäden aus der Winterzeit werden behoben.
Die logistische Herausforderung ist dabei nicht zu unterschätzen: Baumaterialien und Reparaturbedarf werden auch mithilfe von Hubschraubern an schwer zugängliche Stellen gebracht und Schadholz wird aus der Schlucht ausgeflogen. Diese Arbeiten sind entscheidend, um die Klamm mit der größtmöglichen Sorgfalt für die anstehende Saison vorzubereiten.
„Aus diesem Grund haben wir im Frühjahr immer unsere mehrwöchige Schließphase, um diese wichtigen Arbeiten durchzuführen. Die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher hat dabei für uns höchste Priorität“, erklärt Franz Rietzler, Vorstandsvorsitzender der Breitachklammverein eG, zu den Frühjahrsmaßnahmen.
Die Frühjahrsarbeiten sind ein wichtiger Bestandteil in der Jahresplanung der Breitachklamm und bilden die Grundlage für einen reibungslosen Start in die Sommersaison. Je nach Witterungsverlauf ist die Wiedereröffnung der Klamm für Ende April beziehungsweise Anfang Mai vorgesehen. Das genaue Datum zur Öffnung wird rechtzeitig auf der Homepage veröffentlicht.
Die Vertreter der Breitachklammverein eG und der Gemeinde Mittelberg besiegelten damit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg Bayern–Österreich und gaben zugleich den offiziellen Startschuss für die Umsetzung des Projekts „Klamm-Erlebniswelten“.
Die Klamm-Erlebniswelten entstehen rund um die historische Walserschanz – einst Grenz- und Zollstation zwischen Deutschland und Österreich, heute Symbol für Verbindung und Kooperation sowie dem Standort in Tiefenbach. Das Projekt verbindet Geschichte, Naturwissen und moderne, interaktive Vermittlung zu einem zukunftsorientierten Besucherzentrum. Die besondere Lage der Breitach, die im Kleinwalsertal entspringt, abschnittsweise die Grenze bildet und schließlich in Oberstdorf in die Iller mündet, steht dabei sinnbildlich für den grenzüberschreitenden Charakter des Vorhabens. Gebäude, Infostationen und Infrastruktur auf beiden Seiten der Grenze stärken die Breitachklamm nachhaltig als gemeinsames Naturerlebnis im Lebensraum Allgäu/Kleinwalsertal.
Die Umsetzung der Klamm-Erlebniswelten wird aus Mitteln des INTERREG-Programms Bayern-Österreich 2021-2027 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Bereits seit über zwei Jahrzehnten begleitet das Programm die Arbeit der Breitachklammverein eG – erste Maßnahmen wurden schon 2005 im Rahmen der Bergschau am Eingangsgebäude in Tiefenbach realisiert. Auch die schrittweise Entwicklung der Klamm-Erlebniswelten, von ersten Ideen und Wettbewerben ab 2018 bis zur nun beginnenden Umsetzung, wurde maßgeblich durch Interreg-Förderungen ermöglicht.
Mit dem nun unterzeichneten Partnerschaftsvertrag wird dieser langjährige Weg konsequent fortgeführt. Ziel ist es, an der Walserschanz einen modernen, barrierefreien und erlebnisorientierten Ort zu schaffen, der Geschichte bewahrt, Wissen vermittelt und Menschen aus beiden Ländern zusammenbringt. Die Klamm-Erlebniswelten stehen damit beispielhaft für den europäischen Gedanken: Grenzen überwinden, gemeinsam gestalten und regionale Identität in die Zukunft führen.
Im Bild: Vorstandsvorsitzender Franz Rietzler und Bürgermeister Joachim Fritz nach der offiziellen Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags.
Auch im Winter ist die Breitachklamm ein eindrucksvolles Naturerlebnis, das sich jedoch stets den aktuellen Witterungsbedingungen anpasst. Obwohl die Klamm grundsätzlich geöffnet ist, kann es in der kalten Jahreszeit vereinzelt zu kurzfristigen Schließtagen kommen. Vor allem Regen oder höhere Temperaturen können dazu führen, dass das vorhandene Eis instabil wird und damit ein Sicherheitsrisiko entsteht. Aus diesem Grund wird die Entscheidung über eine Öffnung täglich neu getroffen und jeweils aktuell auf unserer Homepage bekannt gegeben.
Gleichzeitig zeigt sich die Breitachklamm im Winter von ihrer wohl faszinierendsten Seite: Das von oben herabfließende Wasser spritzt an Felsen und Vorsprüngen, gefriert dort und formt im Zusammenspiel mit Frost und Kälte beeindruckende Eissäulen, glitzernde Eisvorhänge und gefrorene Wasserfälle. Nacht für Nacht wächst das Eis weiter, während es bei wärmeren Phasen am Tag teilweise wieder schmilzt, sodass sich die Gestalt der Klamm ständig verändert und immer neue Naturschauspiele entstehen.
"Um einen sicheren Besuch zu ermöglichen, kümmern sich unsere Mitarbeiter regelmäßig um Räum- und Streuarbeiten. Dennoch kann es vereinzelt zu glatten Stellen kommen, daher empfehlen wir festes Schuhwerk und achtsames Gehen“, erklärt Betriebsleiter Dominik Fritz. Wanderstöcke sind nicht zwingend erforderlich, können jedoch gerne als zusätzliche Unterstützung genutzt werden. Wichtig ist vor allem eine der Witterung angemessene Kleidung und gutes Schuhwerk. Dann kann man sich die Zeit nehmen, im eigenen Tempo gehen und die einzigartige, kraftvolle Atmosphäre der winterlichen Breitachklamm genießen.
Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband haben am Mittwoch, 10.12.2025, der Breitachklammverein eG die Auszeichnung für Deutschlands schönstes Naturwunder verliehen.
In ihrer Laudatio würdigte Carolin Ruh, Vorständin der Heinz Sielmann Stiftung, die Arbeit des Preisträgers vor Ort: „Was Sie gemeinsam erreicht haben, ist beeindruckend. Mit Leidenschaft, Beharrlichkeit und großem Teamgeist haben Sie es geschafft, diesen besonderen Ort ins Rampenlicht zu rücken und zu zeigen, wie man Natur erlebbar machen und zugleich bewahren kann.“
Werner Mohr, Vizepräsident des Deutschen Wanderverbandes, betonte: „Das Erleben von Natur und insbesondere solcher Naturschätze wie der Breitachklamm sensibilisiert die Besucherinnen und Besucher für die Natur und deren Bedürfnisse. Dies fördert die Bereitschaft der Menschen, sich für den Naturschutz zu engagieren.“
Indra Baier-Müller, Landrätin des Landkreises Oberallgäu, hob die Bedeutung der Breitachklamm für die Region hervor: „Die Auszeichnung gilt einem Ort, der uns seit Generationen staunen lässt und die Menschen tief miteinander verbindet. Dass jedes Jahr über 300.000 Besuchende kommen, zeigt, dass die Breitachklamm auch 120 Jahre nach ihrer Erschließung nichts von ihrer Faszination verloren hat.“
Die offizielle Urkunde und Trophäe für das „Naturwunder des Jahres 2025“ überreichten im Anschluss Carolin Ruh und Werner Mohr an Franz Rietzler, Vorstandsvorsitzender der Breitachklammverein eG, und Betriebsleiter Dominik Fritz.
Bei der Publikumswahl zum Naturwunder des Jahres 2025 hatte sich die Breitachklamm mit einem deutlichen Sieg gegen acht weitere Finalisten durchgesetzt. Insgesamt beteiligten sich 26.643 Menschen an der Abstimmung, die online auf der Webseite der Heinz Sielmann Stiftung stattfand. Mit 28,73 Prozent der Stimmen lag die Klamm klar vor dem Blautopf in Baden-Württemberg und dem Wasserbaum bei Ockensen in Niedersachsen.
Die Auszeichnung würdigt sowohl die beeindruckende Geologie, Flora und Fauna der Breitachklamm als auch das verantwortungsvolle touristische Management vor Ort. Als eine der tiefsten Felsenschluchten Mitteleuropas verbindet die Breitachklamm seit vielen Jahren Naturerlebnis, Besucherlenkung und Naturschutz. Mit ihrem Engagement, der Gründung eines Nachhaltigkeitsausschusses und einer behutsamen touristischen Entwicklung zeigt die Breitachklammverein eG beispielhaft, wie Schutz und Nutzung im Einklang stehen können – ein Ansatz, der die Breitachklamm zu einem überzeugenden Naturwunder des Jahres macht.
Nach dem regulären Saisonende am Sonntag, 09.11.2025, starten normalerweise die Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten in der Klamm sowie die Vorbereitungen auf den Winter.Auch in diesem Jahr wird die Klamm jedoch über den regulären Zeitraum hinaus für Besucher geöffnet bleiben, sofern die Wetterbedingungen es erlauben.Geplant sind zusätzliche Öffnungstage an den Wochenenden 15./16., 22./23. und 29./30. November. „Wir freuen uns sehr, unseren Gästen auch über das offizielle Saisonende hinaus die Möglichkeit zu geben, die Klamm in ihrer herbstlichen Schönheit zu erleben“, so Betriebsleiter Dominik Fritz.
Während dieser "Herbstauszeit" öffnet die Klamm täglich ab 9.00 Uhr, der letzte Einlass erfolgt allerdings bereits um 15.00 Uhr, was eine Stunde früher ist als während der regulären Saison.
Auf den zweiten Platz kam der Blautopf aus Baden-Württemberg (20,35 Prozent), gefolgt vom Wasserbaum bei Ockensen in Niedersachsen (13,49 Prozent).
Die diesjährige Abstimmung lief vom 11. August bis 28. September online auf der Webseite der Heinz Sielmann Stiftung. Insgesamt nahmen in diesem Jahr 26.643 Menschen an der Wahl teil. Am Ende war das Ergebnis eindeutig: Die Breitachklamm setzte sich mit einem komfortablen Vorsprung von 2.232 Stimmen durch und holte den Titel „Naturwunder des Jahres 2025“ nach Bayern.
„Mit der Wahl der Breitachklamm haben die Menschen ein Naturdenkmal ausgezeichnet, in dem die Kraft der Natur auf einzigartige Weise sichtbar wird. Als Geotop und Lernort vermittelt sie geologische und ökologische Zusammenhänge. Diese besondere Verbindung aus Naturschutz und Naturerlebnis macht die Breitachklamm zu einem würdigen Naturwunder des Jahres“, betont Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Stiftungsrats der Heinz Sielmann Stiftung.
„Die Breitachklamm zeigt exemplarisch, was Wandern in Deutschland bedeutet: Natur intensiv erleben und gleichzeitig verantwortungsvoll schützen. Sie ist ein Symbol für das Zusammenspiel von sicher erschlossenen Wegen, Engagement für die Heimat und eindrucksvollen Naturphänomenen. Wir gratulieren dem Breitachklammverein herzlich zum Sieg bei der diesjährigen Naturwunderwahl“, sagt Dr. Michael Ermrich, Präsident des Deutschen Wanderverbands.
Auch die Vertreter der Breitachklammverein eG, Vorstandsvorsitzender Franz Rietzler und Betriebsleiter Dominik Fritz zeigten sich glücklich über das Ergebnis: "Es macht uns unglaublich stolz und schätzt sowohl den Pioniergeister unserer Gründer als auch unsere tägliche Arbeit diese Geotop erlebbar und begehbar zu machen".
Geologie zum Anfassen und Staunen
Die etwa 2,5 Kilometer lange Klamm verläuft vom Oberstdorfer Ortsteil Tiefenbach bis nahe der Walserschanz im Kleinwalsertal. Mit ihren bis zu 150 Meter hohen Felswänden gilt sie als eine der tiefsten Felsenschluchten Mitteleuropas. Über Jahrtausende hat sich die Breitach in den Kalkstein gefräst und dabei Strudeltöpfe, Überhänge und enge Durchgänge geschaffen – ein Geotop von außergewöhnlicher Schönheit.
Lebensraum für spezialisierte Arten
Zugleich beheimatet die Breitachklamm eine vielfältige Tier- und Pflanzengemeinschaft. Das kühl-feuchte Klima der Schlucht begünstigt das Wachstum von Moosen, Farnen und anderen feuchtigkeitsliebenden Pflanzen. Die klaren, sauerstoffreichen Wasserläufe bieten Lebensraum für Bachforellen und die Wasseramsel, ein spezialisierter Singvogel, der tauchend Insektenlarven und andere Kleintiere erbeutet und bevorzugt an schnell strömenden Gewässern brütet. Amphibien wie der Alpensalamander finden in feuchten Felsspalten geeignete Verstecke. Wer besonders Glück hat, kann am Klammrand sogar Gämsen beobachten, die die steilen Hänge als Rückzugsgebiet nutzen.
Tourismus mit Verantwortung
Bereits seit 1905 ist die Breitachklamm touristisch erschlossen und hat sich seitdem zu einem Publikumsmagnet mit jährlich rund 300.000 Besucherinnen und Besuchern entwickelt. Gesicherte Stege und Brücken machen das Naturphänomen zugänglich, lenken aber zugleich die Besucherströme, sodass sensible Bereiche geschützt bleiben. Je nach Jahreszeit ist die Schlucht unterschiedlich erlebbar: In schneereichen Wintern bilden sich bizarre Eisgebilde in der Schlucht, bei Hochwasser tost die Breitach mit beeindruckender Urgewalt durch die Enge.
Um die nachhaltige touristische Nutzung und den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt weiter zu fördern, hat der Breitachklammverein im Frühjahr 2023 einen Nachhaltigkeitsausschuss gegründet. Damit verbindet die Breitachklamm eindrucksvolles Naturerlebnis mit vorbildlicher Besucherlenkung und Naturschutz.
Die Infostation in Tiefenbach präsentiert sich ab sofort mit einem erweiterten Angebot für große und kleine Entdecker. Direkt im Freien lädt eine neu gestaltete Walderlebnisstation zum Spielen, Staunen und Erkunden ein: Slackline, Wippe, Balanciersteg und Fernrohr bieten abwechslungsreiche Möglichkeiten, die Natur auf spielerische Weise zu erleben – ein ideales Abenteuer vor oder nach dem Besuch der Klamm ergänzt mit vielen Informationen zum Thema Wald.
Auch im Inneren der Infostation gibt es Neues zu entdecken: Fühlboxen und zusätzliche Inhalte am interaktiven Touchscreen machen den Aufenthalt noch spannender und interaktiver. So wird die Infostation Tiefenbach zu einem lebendigen Ausgangspunkt für Naturerlebnisse und Familienabenteuer.
Mit ihren steil aufragenden Felswänden, tosenden Wassermassen und ihrer einzigartigen Flora und Fauna fasziniert sie jährlich Hunderttausende Besucher. Nun bietet sich die Chance, der Klamm die Anerkennung zu verschaffen, die sie verdient. Sie könnte das neue „Naturwunder des Jahres“ werden.
Die Naturwunderwahl ist eine Initiative der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbands, die Naturerlebnisse wie die Breitachklamm ins Rampenlicht rückt. Ziel ist es, das Umweltbewusstsein zu stärken und den Schutz besonderer Landschaften zu fördern. Zunächst konnten Vorschläge für Naturwunder eingereicht werden. Aus allen Einsendungen wählte eine Jury neun beeindruckende Naturphänomene aus, die nun zur Abstimmung stehen – darunter die Breitachklamm. "Wir freuen uns außerordentlich, dass wir mit unserer Bewerbung die Jury überzeugen konnten und so unter den Finalisten stehen", so Dominik Fritz, Betriebsleiter der Breitachklamm.
Geformt durch die gewaltigen Kräfte der Breitach und eingebettet in eine spektakuläre Gebirgslandschaft, bietet die Klamm ein Naturerlebnis der besonderen Art. Jahrtausendelange Erosion schuf die bis zu 150 Meter tiefe Schlucht. Die feuchte, kühle Umgebung ist Heimat für Moose, Farne und besondere Tierarten. Als Verbindung zwischen Allgäu und Kleinwalsertal ist die Breitachklamm ein Highlight für Wanderer und Naturliebhaber.
So funktioniert das Online-Voting:
Die Abstimmung läuft online über die Heinz Sielmann Stiftung. Einfach den QR-Code scannen oder hier mitstimmen:
Neben der Breitachklamm gehen auch folgende Teilnehmer ins Rennen:
Der Blautopf in Baden-Württemberg
Der Dreimühlen-Wasserfall in Rheinland-Pfalz
Die Externsteine in Nordrhein-Westfalen
Die Lange Anna in Schleswig-Holstein
Der Obersee der Rurtalsperre in Nordrhein-Westfalen
Die UNESCO-Buchenwälder Serrahn in Mecklenburg-Vorpommern
Der Staatsbruch Lehesten in Thüringen
Der Wasserbaum Ockensen in Niedersachsen
Das Online-Voting ist bis zum 28. September geöffnet.
Sie haben sich viel vorgenommen, die Verantwortlichen des Breitachklammvereins: am ehemaligen Gasthof Walserschanz direkt am Grenzübergang ins Kleinwalsertal wird in den nächsten Jahren eine interaktive Erlebnisausstellung über die Breitachklamm entstehen. Darüber hat sich der Bayerische Staatsminister für Europaangelegenheiten Eric Beißwenger bei einem Ortstermin nun selbst ein Bild machen können. Bei der anschließenden gemeinsamen Besichtigung des Hauses waren die ersten Sanierungsarbeiten bereits sichtbar. „An einem solch historischen Standort mit der großen Bedeutung als Grenze für das Allgäu und das Kleinwalsertal ist das Engagement des Breitachklammvereins einzigartig“, so Staatsminister Beißwenger bei seinem Besuch. Die Planungen sehen die Entstehung von über 500 m² Ausstellungsfläche in dem in Teilen unter Denkmalschutz stehenden Gebäude vor. „Die Barrierefreiheit ist dabei ein Schlüssel in der späteren Umsetzung: damit machen wir den besonderen Naturraum Breitachklamm für alle erlebbar“, so der Betriebsleiter der Breitachklamm, Dominik Fritz. Im Frühjahr wurde das Konzept für die Erlebniswelten, das mit Mitteln des INTERREG-Programms Bayern-Österreich 2021-2027 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird, fertiggestellt. Parallel begannen in den vergangenen Monaten bereits die ersten Arbeiten im Gebäude, um die künftigen Ausstellungsräume vorzubereiten.
Im Allgäu – wo sich Württemberg an Bayern schmiegt – geht Moderator Johannes Zenglein gemeinsam mit Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle und „Bergfreundin“ Antonia Schlosser (BR) auf sportliche Entdeckungstour.
Die Route führt sie durch eine der eindrucksvollsten Naturlandschaften Deutschlands: Auf dem Programm stehen Hike & Bike mit steilen Anstiegen zur Rappenseehütte auf über 2000 Meter Höhe – belohnt mit einem spektakulären Sonnenuntergang in hochalpiner Kulisse.
Morgens am klaren Freibergsee bei Oberstdorf, direkt vor der imposanten Skiflugschanze, beginnt der Tag mit Yoga und einem Sprung ins eiskalte Wasser – ein Start, der Körper und Geist weckt.
Ein weiteres Highlight: der Besuch der Breitachklamm, eine der tiefsten und beeindruckendsten Felsschluchten Mitteleuropas. Zwischen tosender Gischt, engen Felswänden und glitzernden Wassertropfen erlebt Johannes Zenglein mit dem Industriekletterer Marc Segger die gewaltige Kraft der Natur auf ganz besondere Weise – ein Ort, der Staunen lässt und Respekt einflößt.
Zum Finale überwindet Evi ihre Höhenangst auf dem Hindelanger Klettersteig – und steht schließlich vor ihrem ersten Paragliding-Flug. Sichtlich bewegt sagt sie: „ich will und ich habe Respekt davor." Am Ende ist sie nicht nur erleichtert, sondern rundum begeistert.
Die Woche der Nachhaltigkeit der Allgäu GmbH vom 4. bis 13. Juli 2025 macht das Allgäu erneut zur Bühne für gelebte Nachhaltigkeit. Über 70 Veranstaltungen und Aktionen zeigen in dieser Zeit, wie vielfältig und engagiert die Region an einer zukunftsfähigen Heimat arbeitet. Ein besonderes Highlight: Die sozial-ökologische Mitfahrplattform fahrmob.eco kooperiert mit vier der beliebtesten Allgäuer Ausflugsziele, um nachhaltige Mobilität im Alltag erlebbar zu machen.
Während der Aktionswoche sind alle Einheimischen und Gäste eingeladen, ihre Ausflüge als Fahrgemeinschaften über fahrmob.eco zu organisieren. Wer gemeinsam fährt, wird belohnt: An vier herausragenden Ausflugszielen warten attraktive Vergünstigungen und besondere Erlebnisse. Ziel der Aktion ist es, die Mobilität im Allgäu wirkungsvoll und dauerhaft nachhaltiger zu gestalten – gerade in der Sommerzeit, wenn viele Menschen unterwegs sind und der Verkehr die Natur und die Lebensqualität im Allgäu besonders beansprucht.
Mit dabei sind die Breitachklamm in Oberstdorf, die Alpsee Bergwelt in Immenstadt, der Eistobel in Maierhöfen und die Waldwelt Skywalk Allgäu in Scheidegg. Diese Ausflugsziele setzen bereits seit Jahren Maßstäbe in Sachen Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit und sind damit inspirierende Vorbilder für andere Unternehmen und Initiativen in der Region.
Breitachklamm, Oberstdorf:
Wer über fahrmob.eco anreist, parkt während der Aktionswoche kostenlos. Die Klamm ist ein spektakuläres Naturerlebnis und ein echtes Highlight für die ganze Familie.
Alpsee Bergwelt, Immenstadt:
Fahrgemeinschaften erhalten vergünstigte Tickets für den Alpsee Coaster, den Hochseilgarten und viele weitere Attraktionen. Die Bergwelt steht für Regionalität und Umweltschutz.
Eistobel, Maierhöfen:
Besucher profitieren hier immer von günstigen Eintrittspreisen und kostenlosem Parken. Hier im Eistobel setzen die Betreiber jeher auf soziale und nachhaltige Angebote – ein faires und umweltfreundliches Ausflugsziel.
Waldwelt Skywalk Allgäu, Scheidegg:
Hier gibt es 10% Rabatt auf den Eintritt für alle, die per Fahrgemeinschaft anreisen. Der Baumwipfelpfad, Spiel- und Kletterstationen sowie ein Abenteuerspielplatz machen den Skywalk zum perfekten Familienziel.
Die Teilnahme ist unkompliziert: Über www.fahrmob.eco können sich Interessierte registrieren, Mitfahrgelegenheiten finden oder anbieten und so nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gemeinschaft stärken. "Die Aktion zeigt, wie wirkungsvoll regionale Zusammenarbeit und nachhaltige Mobilitätskonzepte im Allgäu gelebt werden können", sind sich Regionenlotse Joachim Weiler von fahrmob.eco und Dominik Fritz, Betriebsleiter der Breitachklamm einig.
Mit dieser Initiative unterstreichen fahrmob.eco und die beteiligten Ausflugsziele, wie wichtig es ist, Verantwortung für die Region zu übernehmen und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Die Woche der Nachhaltigkeit der Allgäu GmbH bietet dafür die ideale Plattform und lädt alle dazu ein, sich aktiv zu beteiligen und nachhaltige Angebote zu entdecken.
Berg.Natur.Kultur - "ming Plätzle" („mein Platz“) ist ein Projekt von Tourismus Oberstdorf, das einige besondere Orte der Marktgemeinde sichtbar macht. Erkennungsmerkmal ist dabei jeweils eine Sitzmöglichkeit in O-Form, die für das "O" in Oberstdorf steht. Zudem weisen Infostelen auf die Besonderheiten der jeweiligen Orte hin - im Fall der Breitachklamm dreht sich der Schwerpunkt um das Thema Wald. Insgesamt umgeben die Flächen der Breitachklamm über 400.000 m² Waldfläche, die größtenteils von der Breitachklammverein eG bewirtschaftet werden. Dabei geht es hierbei im wesentlichen um die Aufarbeitung von Schadholz - weitere Entnahmen finden in den Mischwäldern aufgrund der besonderen geologischen und geografischen Lage in der Regel nicht statt.
Das Projekt von Tourismus Oberstdorf verbindet Naturerlebnis mit emotionaler Tiefe und schafft Orte der Identifikation und Begegnung – ohne große Inszenierung, sondern mit ehrlicher, bodenständiger Herzlichkeit. Das Leader-Projekt wurde durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forstwirtschaft und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert.
Weitere "Ming Plätzle" befinden sich am Freibergsee, am Christlessee, an der Öschwiesen und am Illerursprung. Zudem gibt es am Moorweiher einen Naturlehrpfad.
So früh wie noch nie konnte die Breitachklamm bereits zu den Osterfeiertagen eine Sonderöffnung ermöglichen - damals nur mit der unteren Klamm, da im oberen Teil noch Restarbeiten notwendig waren. Diese sind nun abgeschlossen und die Klamm öffnet ab Samstag, 26. April wieder täglich von 09.00 bis 17.00 Uhr. „Wir hatten heuer während der Frühjahrsarbeiten sehr stabiles Wetter und konnten somit deutlich vor dem Zeitplan bleiben - somit war auch die Sonderöffnung an den Osterfeiertagen möglich“, so Franz Rietzler, der zufriedene Vorstandsvorsitzende der Breitachklammverein eG.
Die reparaturbedingte Schließung wurde aber auch dazu genutzt, die beiden Infostationen in Tiefenbach (Eingangsgebäude am Parkplatz P1) und an der Walserschanz (am Parkplatz P2) weiter zu verbessern. „Damit möchten wir den Gästen den Einstieg in unser Geotop weiter erleichtern und sie mit interessanten Informationen und Ausstellungsgegenständen auf den Besuch einstimmen“, so der Betriebsleiter Dominik Fritz. So können sich die Besucher unter anderem über die Tierwelt der Klamm aber auch über die geologischen Besonderheiten informieren. Für tiefergehende Informationen steht ein Touchscreen im Eingangsgebäude in Tiefenbach zur Verfügung.
Alle Informationen werden auch weiterhin tagesaktuell auf der Homepage kommuniziert. So auch die spätere Öffnung der Klamm am Montag, 28. April um ca. 10.00 Uhr. Der verspätete Einlass sei notwendig, um noch Material einer Hangsicherungsmaßnahme auszufliegen, ergänzt Betriebsleiter Dominik Fritz.
Mit einem gemeinsamen Workshop im vergangenen Februar hat das Projektteam der „Klamm-Erlebniswelten“ die Konzeptionsphase offiziell abgeschlossen. In der abschließenden Arbeitsrunde wurden die geplanten Inhalte, räumlichen Strukturen sowie das gestalterische und technische Gesamtkonzept noch einmal im Detail besprochen und final abgestimmt. Offene Fragen konnten dabei geklärt und letzte bauliche wie auch technische Schnittstellen abgestimmt werden. Insgesamt kam das Projektteam zu drei gemeinsamen Workshops an der Walserschanz zusammen. „Wir sind dankbar für die großartige und grenzüberschreitende Unterstützung aus Oberstdorf und dem Kleinwalsertal in unserem Projektteam“, so der Betriebsleiter der Breitachklamm, Dominik Fritz.
Parallel zur Fertigstellung der Konzeptunterlagen begannen zudem Mitte März erste Rückbaumaßnahmen im Bestandsgebäude, um die künftigen Ausstellungsflächen vorzubereiten. Diese vorbereitenden Arbeiten markieren den Übergang von der Planung zur Umsetzung und bilden die Grundlage für den nächsten großen Schritt in der Projektentwicklung.
Die Klamm-Erlebniswelten an der Walserschanz sollen zukünftig Einheimischen wie Gästen einen modernen, interaktiven Zugang zur Natur- und Kulturgeschichte der Breitachklamm ermöglichen – mit einem besonderen Fokus auf die grenzüberschreitende Bedeutung der Breitachklamm als verbindendes Naturdenkmal zwischen Bayern und Vorarlberg.
Gefördert wird die Konzeptionsphase im Rahmen des INTERREG-Programms Bayern–Österreich 2021–2027 durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Ziel des Programms ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken und nachhaltige, regionale Entwicklungsprojekte zu unterstützen.
Seit dem 10. März 2025 werden auf der B19 zwischen Fischen und Sonthofen umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt, die voraussichtlich bis Ende Juli andauern. Im Rahmen der Maßnahmen werden die Fahrbahndecke erneuert, Stützbauwerke instand gesetzt und die Straßenentwässerung modernisiert.
Aktuell ist die Fahrbahn in Fahrtrichtung Oberstdorf von Sonthofen wieder befahrbar. Abgesehen von einigen Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es keine weiteren Einschränkungen auf dem Weg zur Breitachklamm.
Allerdings bleibt der Rückweg in Richtung Sonthofen weiterhin gesperrt. Der Verkehr wird ab der Breitachklamm in Tiefenbach über Oberstdorf und die Kreisstraße OA5 bzw. OA 4 umgeleitet, wobei der Durchgang durch Reichenbach mittels Ampelschaltung geregelt wird. Hierbei sollten Reisende mit längeren Fahrzeiten rechnen.
Zusätzlich finden Ende April an der Kreisstraße OA5 Felsberäumungen statt. Für die Durchführung der Arbeiten sind kurzzeitige Sperrungen der Abschnitte notwendig - diese erfolgen mittels Ampelschaltungen. Es kann daher zu Wartezeiten kommen.
Für die Verbindung zwischen dem Kleinwalsertal und der Breitachklamm sowie zwischen Oberstdorf und der Breitachklamm bestehen keinerlei Einschränkungen. Auch Gäste der Hörnerdörfer können die Kreisstraße OA5 in Richtung Tiefenbach, Oberstdorf und Sonthofen uneingeschränkt nutzen.
Zusätzlich sind bis zum Abschluss der Bauarbeiten nächtliche Vollsperrungen der B19 geplant, um Fräs- und Asphaltierungsarbeiten durchzuführen. Diese Sperrungen erfolgen jeweils von 18:00 bis 6:00 Uhr.
Der Fotogipfel Oberstdorf ist ein jährlich stattfindendes Fotofestival für Profis und Hobbyfotografen gleichermaßen. Es ist bereits das 13. Festival und es lädt dieses Jahr unter dem Motto „Wasser“ vom 2. bis 6. Juli nach Oberstdorf ein.
Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit interaktiven Aktionen, Konzerten, einer Fotogipfel-Party und inspirierenden Vorträgen sorgt für zusätzliche Highlights.
Darüber hinaus erwarten die Besucher zahlreiche Workshops und Fotokurse, die von professionellen Fotografen geleitet werden. Ob Einsteiger oder Profi – die vielfältigen Angebote ermöglichen es jedem, seine fotografischen Fähigkeiten gezielt zu erweitern und neue Techniken zu erlernen.
Passend zum Thema „Wasser“ ist die Breitachklamm ein beeindruckendes Naturmodell, das mit rauschenden Strömungen, bizarren Felsformationen und einem faszinierenden Spiel aus Licht und Schatten spektakuläre Fotomotive bietet.
Entdecken Sie hier mehr über die 'fotografischen Erlebnisse in der Breitachklamm':
Während der Frühling beginnt und die Natur zu neuem Leben erwacht, laufen in der beeindruckenden Breitachklamm die Vorbereitungen für die kommende Sommersaison auf Hochtouren. Erfahrene Industriekletterer arbeiten an den steilen Felswänden, beseitigen loses Gestein und überprüfen die Stabilität der Felsen, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.
Die Arbeiten in schwindelerregender Höhe erledigen in den nächsten Wochen bis zu zehn professionelle Industriekletterer. „Aus diesem Grund haben wir im Frühjahr immer unsere Schließphase um diese wichtigen Arbeiten durchzuführen. Die Sicherheit unserer Besucher hat für uns höchste Priorität“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Franz Rietzler die Arbeiten in der Klamm.
Zeitgleich widmet sich das Klamm-Team wichtigen Instandsetzungsmaßnahmen: Wanderwege werden kontrolliert und ausgebessert, Geländer erneuert oder frisch gestrichen und der Steinschlagschutz einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. Sie kennen die Klamm in und auswendig und Arbeiten in dem sehr speziellen Gelände Hand in Hand. Neben dem handwerklichem Können des Teams ist eine gute Planung wichtig. Schadholz wird mithilfe von Hubschraubern abtransportiert, während Beton und weiteres Baumaterial für Reparaturen aus der Luft angeliefert werden – eine logistische Meisterleistung, um die Klamm wieder in perfekten Zustand zu versetzen.
Die Wiedereröffnung ist für Ende April / Anfang Mai geplant. Doch nicht nur das Wetter, sondern auch die enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachfirmen entscheidet über den finalen Zeitpunkt. „Aufgrund unserer langjährigen Partnerschaften mit den beteiligten Firmen gelingt uns diese komplexe Aufgabe Jahr für Jahr sehr gut“, ergänzt Betriebsleiter Dominik Fritz.
Die Entstehung von Eisformationen in der Breitachklamm ist ein faszinierendes Naturphänomen, das auf mehreren physikalischen Prozessen basiert. Im Winter verwandelt sich die Klamm in eine Märchenlandschaft aus Schnee und Eis, geprägt von glitzernden Eiszapfen, mächtigen Eisvorhängen und erstarrten Wasserfällen.
Folgende Prozesse unterliegen der Eisbildung:
Wichtig sind zunächst die Temperaturbedingungen. Für die Bildung von Eiszapfen und Eisvorhängen sind anhaltende Frostperioden erforderlich. Die Temperaturen in der Klamm können dabei von den äußeren Bedingungen abweichen, was die Eisbildung beeinflusst. Laut Betriebsleiter Dominik Fritz dauert es oft mehrere Tage, bis sich Eiszapfen ausbilden. Zudem können längere Wärmephasen die Stabilität der Eiszapfen beeinträchtigen und deren Bruchgefahr erhöhen.
Ein weiterer wichtiger Teil ist Wasserzufuhr. Tropft Wasser von den Felsen oder spritzt durch die Bewegung des Flusses auf, kann es bei entsprechenden Temperaturen gefrieren und so zur Bildung von Eiszapfen und Eisvorhängen beitragen.
Zusätzlich spielen Luftfeuchtigkeit und Verdunstung eine große Rolle. Hohe Luftfeuchtigkeit in der engen Schlucht begünstigt die Kondensation von Wasser an den kalten Felsoberflächen. Dieses kondensierte Wasser kann anschließend gefrieren und so zur Eisbildung beitragen.
Wasser gefriert bei 0°C - jedoch kann unter bestimmten Bedingungen eine Unterkühlung auftreten, bei der Wasser flüssig bleibt, obwohl die Temperatur unter dem Gefrierpunkt liegt. Kleine Störungen oder Verunreinigungen können dann eine plötzliche Kristallisation auslösen.
In feuchten Umgebungen kann Wasserdampf direkt an kalten Oberflächen kondensieren und anschließend gefrieren, was zur Bildung von Reif führt. Sublimation, der direkte Übergang von Wasserdampf zu Eis, kann ebenfalls zur Eisbildung beitragen.
Die beeindruckenden Eisformationen in der Breitachklamm sind somit das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von Temperatur, Wasserzufuhr und spezifischen klimatischen Bedingungen innerhalb der Schlucht. Diese Faktoren führen zu den einzigartigen und bizarren Eisgebilden, die mit teilweise einem halben Meter Dicke und über 20 Meter lange Eiszapfen, die Besucher jeden Winter aufs Neue faszinieren.
Nicht abrupt wachgerüttelt, sondern sanft wird der Gasthof „Walserschanz“ aus dem Dörnröschenschlaf geweckt. Der Ideenwettbewerb und Grob-Planung für das rund 500 m² große Areal im Grenzgebiet von Oberstdorf und den Kleinwalsertal sind erfolgt. Nun gab es einen grenzübergreifenden Auftakt-Workshop mit Vertretern aus Kommunalpolitik und Tourismus, in dem der Architekt Franz Vogler aus Oberstdorf zunächst die geplanten Umbauten des teilweise unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes vorstellte. Anschließend ging es in kleinen Arbeitsgruppen um die Themen Geologie der Breitachklamm, Wasser als Urkraft, Lebensquelle und Abenteuer sowie um die spezielle Situation der „Walserschanz“ an der Grenze zwischen Bayern und Österreich. Die Nutzungskonzeption für das Projekt, das mit EU-Mitteln gefördert wird, soll im Winter fertig sein. Parallel dazu wird ab nächstem Jahr mit der Sanierung der Räumlichkeiten begonnen.
Seit 2016 ist die Breitachklammverein eG neuer Besitzer und wollte von Beginn an das Gelände direkt an der deutsch-österreichischen Grenze wieder mit Leben füllen. Der ehemalige Grenzgasthof wurde in den 1930er Jahren gebaut und hatte vor dem Erwerb durch den Breitachklammverein lange Zeit leer gestanden. „Als Eingangstor zum Kleinwalsertal und zur Breitachklamm ist das Gelände eine Besonderheit und für den Breitachklammverein ein echter Glücksgriff“, versichert Vorstandsvorsitzender Franz Rietzler. Geplant ist die Neugestaltung des Standorts „Walserschanz“ aber auch „der Eingangsbereich zur Klamm in Tiefenbach sowie der Weg dazwischen“, erläutert Betriebsleiter Dominik Fritz. In dem Gebäude soll eine interaktive Ausstellung entstehen, die vor allem Familien zum Mitmachen einlädt sowie ein gastronomisches Angebot, das bisher an diesem Standort fehlt. „Selbstverständlich wird barrierefrei gebaut und das Angebot ergänzt einen Besuch der Breitachklamm ideal“, so Fritz. Die aktuelle Konzeptionsphase wird aus Mitteln des INTERREG-Programms Bayern-Österreich 2021-2027 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Nach dem letzten Öffnungstag am Sonntag, 03.11.2024 starten normalerweise die umfangreichen Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen in der Klamm sowie die Vorbereitungen auf die bevorstehende Wintersaison. Dennoch wird auch heuer die Klamm über den regulären Betrieb hinaus für die Besucher geöffnet sein. „Wir haben es organisatorisch wieder so hinbekommen, dass an den drei weiteren November-Wochenenden geöffnet sein kann - sofern die Witterung passt und die Verhältnisse es zulassen“ freut sich der Vorstandsvorsitzende Franz Rietzler.
Das zusätzliche Angebot besteht an den Wochenenden 09./10. November, 16./17. November und 23./24.November. "Das Wochendende am 30. November und 01. Dezember können wir leider nicht mit einplanen. Da ist es erfahrungsgemäß aufgrund der Witterung nicht machbar" so Betriebsleiter Dominik Fritz. Die Breitachklamm öffnet in der "Herbstauszeit" jeweils ab 9.00 Uhr. Der letzte Einlass ist jedoch bereits um 15.00 Uhr, also eine Stunde kürzer als regulär.
Im September wird jedes Jahr der "Tag des Geotops" in Deutschland ausgerufen, um die faszinierende Welt der Geologie näher zu bringen. Im Naturerlebnis Breitachklamm wird in diesem Jahr erstmals im Aktionszeitraum vom 06. - 22.09.2024 ein vielfältiges Programm, das von spannenden Führungen bis hin zu speziellen Kinderaktionen reicht, angeboten. "Wir freuen uns erstmals auch mit einem Kinderprogramm die Besonderheiten unseres einzigartigen Geotops zu zeigen und näher zu bringen", so der Betriebsleiter Dominik Fritz.
Was ist ein Geotop?
Ein Geotop ist eine erdgeschichtliche Formation, die durch ihre außergewöhnlichen geologischen Merkmale besticht. Dazu gehören beeindruckende Felsformationen, tiefe Schluchten, historische Bergwerke und wertvolle fossile Fundstätten. Diese Naturdenkmäler sind stille Zeugen der Erdgeschichte und bieten einzigartige Einblicke in die Entwicklung unseres Planeten über Millionen von Jahren. Die Breitachklamm gilt als eines der bedeutenden und schönsten Geotope in Bayern und wurde dafür auch ausgezeichnet.
Programm-Highlights in der Breitachklamm
Für die jüngsten Entdecker (ab 5 Jahren) gibt es gleich zwei spannende Veranstaltungen: Am Freitag, 13.09.2024, lässt sich ab 15:00 Uhr die „Besondere Geologie“ der Klamm erforschen, eine Entdeckungsreise für Kinder zwischen 5-10 Jahren, die ca. 1,5 Stunden dauert und in der unter anderem Steine gesammelt und bemalt werden. Eine Woche später, am 20.09.2024 geht es von 15:00 - 16.30 Uhr „Auf Spurensuche“ in der vor allem die Tierwelt in und um die Klamm näher betrachtet wird. Beide Kinderaktionen erfordern eine vorherige Anmeldung, die Kosten betragen 5,00 € pro Kind. Dabei findet keine Wanderung durch die Breitachklamm mit den Kindern statt, die Aktionen werden außerhalb der Klamm durchgeführt.
Für Erwachsene bietet sich die einmalige Gelegenheit, an einer Sonderführung durch die Breitachklamm teilzunehmen. Diese finden am Sonntag, den 15.09.2024, um 9:30 Uhr und 11:30 Uhr statt und dauern jeweils etwa 1,5 Stunden. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl von jeweils 20 Personen wird eine frühzeitige Anmeldung dringend empfohlen.
Parallel zum Programm in der Breitachklamm gibt es eine interessante Sonderausstellung an der Walserschanz. Thema der Ausstellung ist „Alpiner Felshumusboden“, ein geologisches Phänomen, das eng mit den besonderen Bedingungen in alpinen Regionen verbunden ist. Die Ausstellung wird vom Landesamt für Umwelt in Bayern zur Verfügung gestellt.
Die Teilnahme sowohl an den Kinderaktionen als auch bei den Sonderführungen ist ausschließlich durch online Vorab-Buchung möglich. Diese Buchungen sind hier möglich.
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Euregio via salina wird weiter gestärkt. Bei der Sitzung des Projektauswahlgremiums Anfang Juni auf der Burg Ehrenberg in Reutte wurde unter anderem ein Projekt der Breitachklamm, die "Klamm Erlebniswelten" zur Förderung ausgewählt. Das Projekt wird aus Mitteln des INTERREG-Programms Bayern-Österreich 2021-2027 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Dieses Projekt, das sowohl kulturellen als auch sozialen Mehrwert für die Region bietet, profitiert von der Unterstützung durch die Euregio via salina, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die nachhaltige Entwicklung und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Region Allgäu-Außerfern-Vorarlberg zu fördern. Der Vorstandsvorsitzender der Breitachklammverein eG, Franz Rietzler, freut sich über die Förderung, die „die Entwicklungen speziell an der Walserschanz aus österreichischer Seite somit erheblich unterstützen“.
Die Entscheidung, welche Projekte gefördert werden, fiel nach jeweiliger Vorstellung durch die Antragsteller und anschließender Diskussion durch das Entscheidungsgremium der Euregio via salina in Reutte. „Vor allem die Möglichkeit das eigene Projekt vor dem Gremium vorstellen zu können war für uns sehr hilfreich“, so Betriebsleiter Dominik Fritz. Dabei wurden neben dem Projekt der Breitachklamm noch vier weitere Projekte ausgewählt, die durch ihre innovativen Ansätze und nachhaltigen Konzepte überzeugten. Diese Projekte werden in den kommenden Monaten umgesetzt und tragen zur weiteren Entwicklung und Stärkung der Region bei.
Konkret geht es im Projekt der Breitachklamm um die beiden Standorte an der Walserschanz auf österreichischer Seite und Tiefenbach auf bayerischer Seite. Diese beiden Standorte sollen in einer ersten Konzeptionsphase zu den „Klamm Erlebniswelten“ entwickelt werden. „Somit möchten wir das grenzüberschreitende Naturwunder Breitachklamm ganzjährig und auch für alle Besuchergruppen erlebbar machen - auch für Menschen mit Behinderung oder Mobilitätseinschränkungen, denen ein Besuch der Breitachklamm bislang teilweise verwehrt bleibt“ erläutert Fritz eines der wesentlichen Ziele. Inhaltliche Zielsetzung dieser Erlebniswelten ist nicht nur die Darstellung der Klamm mit seiner Geologie, Wasser, Entstehung, Erschließung und Informationen über den Unterhalt. Zudem sollen auch weitere Themen über die umliegende Flora und Fauna und die Bedeutung und Würdigung des Grenzstandortes ausgiebig dargestellt werden. Erweitert wird dies über die Darstellung der Themen Klimaveränderung, des Wetters und der Jahreszeiten und schafft somit die Möglichkeit, sich umfassend darüber zu informieren und es erlebbar zu machen.
Auf der Woche der Nachhaltigkeit, die vom 05. - 14. Juli im ganzen Allgäu stattfindet, gehen die Mitfahrplattform fahrmob.eco und die Breitachklamm gemeinsam "an den Start". Unter dem Motto "MITFAHREN – bei der Woche der Nachhaltigkeit" bekommen nachhaltige „Mitfahrer“ die Parkgebühr am Parkplatz P1 in Tiefenbach erlassen. Der Nachweis muss über das Vorzeigen der Mitfahrbestätigung / Vorzeigen der App auf dem Smartphone bei der Einfahrt auf den Parkplatz erfolgen.
Alle weiteren Informationen, auch zu den anderen Ausflugszielen sind auf der Internetseite von fahrmob.eco zu finden.
Auch darüber hinaus bietet es sich für Besucherinnen und Besucher an, je nach Möglichkeit in Fahrgemeinschaften anzureisen. Entweder privat organisiert oder über Plattformen wie fahrmob.eco. "Wir freuen uns somit eine weitere Form der Anreise zur Breitachklamm anzubieten und zu bewerben", so Betriebsleiter Dominik Fritz. Neben der klassischen Anreise mit dem PKW nutzen viele Gäste auch die öffentlichen Verkehrsmittel oder - gerade im Sommer - das Fahrrad um zur Breitachklamm zu kommen.
Weitere Teilnehmer der Aktion (jeweils mit einem anderen Angebot) sind:
Der Tag des Wanderns am Dienstag, den 14. Mai 2024, steht in diesem Jahr in der Breitachklamm ganz im Zeichen der Einheimischen und Kinder. Die Breitachklammverein eG lädt alle Einwohner des PLZ-Gebiets D-875 auf Oberallgäuer Seite bzw. A-699 im Kleinwalsertal ein, die atemberaubende Natur zu erleben. Franz Rietzler, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft, erklärt: "Mit dieser speziellen Aktion möchten wir auch den vielen Einheimischen die Möglichkeit geben, die Klamm in der ruhigen Zeit zu erleben - und das zu einem absoluten Sonderpreis."
Die Einheimischen Besucher erhalten 50% Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis. Der Wohnsitznachweis ist durch ein amtliches Dokument wie einen Personalausweis oder eine Meldebescheinigung an der Kasse vorzulegen. Zusätzlich genießen an diesem Tag nicht nur kleine Kinder bis 5 Jahre freien Eintritt, sondern auch größere Kinder von 5-15 Jahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen.
Die ermäßigten Eintrittspreise sind ausschließlich an der Tageskasse erhältlich und können nicht online gebucht werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
"Der Tag des Wanderns wird über den deutschen Wandertag organisiert und soll die Vielfalt an Wandermöglichkeiten in Deutschland zeigen." so Betriebsleiter Dominik Fritz.
Die laufenden Straßensanierungen entlang der B19 im Bereich Walserschanz werden zu Verzögerungen und Umleitungen führen. Besonders betroffen ist die hellblaue Routenführung im Bereich der Schlattentobelbrücke, deren Sanierung unausweichlich geworden ist.
Bis voraussichtlich Ende Mai ist daher die hellblaue Route im Bereich der Bundesstraße nicht begehbar. "Wir empfehlen daher die obere Klamm nach einer Verschnaufpause an der Walserschanz wieder über die dunkelblaue Route zurück zu gehen", erklärt Dominik Fritz, Betriebsleiter der Breitachklamm. "Während der Sanierung ist eine Durchquerung der Baustelle zu Fuß unter gar keinen Umständen möglich, da die Straßenführung halbseitig mit Ampelregelung erfolgt und daher kein Gehsteig zur Verfügung steht", ergänzt Fritz. Die Verbindung zwischen der oberen Kasse und der Söllereckbahn/Allgäu Coaster bleibt jedoch weiterhin möglich.
Die Brückensanierung erfordert eine halbseitige Verkehrsführung mit verkehrsabhängiger Ampelregelung, was auch zu Verzögerungen bei der Anreise zum Parkplatz P2 an der Walserschanz führen kann.
Darüber hinaus finden Asphaltdeckenerneuerungen auf der B19 in zwei Bauabschnitten statt:
Bauabschnitt II:
Strecke: Geigerkreisel – Westumgehung/Tannenkurve
Zeitraum: 15. April bis 17. Mai 2024
Bauabschnitt III:
Strecke: Walserschanz – Abzweigung Tannenkurve/Oberstdorf
Zeitraum: 03. Juni 2024 bis 12. Juli 2024, mit voraussichtlich 15 nächtlichen Vollsperrungen.
Aktuelle Informationen zum Stand der Maßnahmen sind auf der Homepage der Gemeinde Mittelberg stets aktuell zusammengefasst.
Die Breitachklamm Genossenschaft hat jüngst beschlossen, ihre Bemühungen in Richtung Nachhaltigkeit zu verstärken. Betriebsleiter Dominik Fritz betont: „Nicht aus Verpflichtung, sondern aus Überzeugung. Wir arbeiten eng mit der Natur zusammen und sind von ihr abhängig. Schon immer lag es uns am Herzen, die Natur schonend zu behandeln, und nun möchten wir diese Haltung auch nach außen tragen.“ Für die Zukunft plant die Genossenschaft konkrete Maßnahmen umzusetzen, möglicherweise auch solche, die „weh tun“, wie Fritz erklärt. Zu diesem Zweck wurde ein Nachhaltigkeitsausschuss ins Leben gerufen, der im vergangenen Sommer erstmals tagte. Dieser Ausschuss setzt sich aus Vertretern des Aufsichtsrats, des Vorstands und Mitarbeitern der Breitachklamm zusammen. „Wir haben uns bewusst für diese Zusammensetzung entschieden, um möglichst viele Meinungen einzubeziehen“, erklärt Fritz.
Der erste Schritt bestand darin, eine Ist-Analyse durchzuführen, um den aktuellen Stand der Breitachklamm zu ermitteln. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen am Ende des Jahres in einem Bericht zusammengefasst werden, der auch die bisherigen Maßnahmen dokumentiert. Anschließend wird der Ausschuss konkrete Umsetzungsmaßnahmen vorschlagen, basierend auf den Analyseergebnissen. Themen wie Energieeinsparung und mögliche Investitionen in Bereiche wie Photovoltaik stehen dabei im Fokus. Auch die Förderung der Mitarbeitergesundheit sowie eine Ausweitung der jährlichen Spenden, beispielsweise an Kindergärten, werden diskutiert. „Unser Ziel ist es, die Säulen der Nachhaltigkeit zu festigen und aktiv zu sein“, so Fritz. Dieser Prozess markiert den Beginn einer langfristigen Entwicklung.
Quelle: Allgäuer Zeitungsverlag, Isabell Schmid
Während die Natur langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht, beginnen die Frühjahrsarbeiten in dieser eindrucksvollen Felsenschlucht. Ein Team von Industriekletterern macht sich daran, die steilen Felswände zu beräumen und zu kontrollieren, um loses Gestein zu entfernen und so die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.
Parallel dazu startet das Team der Breitachklamm mit den Instandsetzungsarbeiten: Wege werden überprüft und repariert, Geländer werden ersetzt und teilweise neu gestrichen, und der Steinschlagschutz wird sorgfältig kontrolliert. "Diese Frühjahrsarbeiten sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, denn die Sicherheit unserer Besucher hat für uns höchste Priorität", betont der Vorstandsvorsitzende Franz Rietzler.
Nicht nur handwerkliches Geschick ist gefragt, sondern auch logistische Meisterleistungen: Mit Hilfe von Hubschraubern wird Schadholz teilweise ausgeflogen und Beton sowie Material für die Ausbesserungsarbeiten angeliefert, um die Klamm wieder in einen einwandfreien Zustand zu versetzen.
Die derzeitige Planung sieht vor, dass die Breitachklamm Anfang Mai ihre Pforten wieder öffnet. "Wir hoffen, dass spätestens am 1. Mai dieses einzigartige Geotop wieder zugänglich ist", erklärt Betriebsleiter Dominik Fritz. Dies hängt nicht nur vom Wetter ab, sondern auch vom reibungslosen Zusammenspiel mit den Spezialfirmen. "Neben unserem erfahrenen Team sind auch immer noch absolute Spezialisten für dieses hochalpine Gelände involviert. Diese jahrelangen Partnerschaften funktionieren perfekt", fügt Fritz hinzu. Und wenn der Geologe Ende April sein "Go" gibt, steht einer Öffnung der Breitachklamm nichts im Wege.
Die Wetterbedingungen Anfang Dezember haben auch die Breitachklamm nicht verschont. An mehreren Stellen kam es aufgrund von Schneebruch und kleineren Schneerutschungen zu Schäden an den Wegen der Klamm. Besonders betroffen ist hiervon die obere Klamm und somit die Verbindung in Richtung Parkplatz P2 bzw. Walserschanz. "Aufgrund der Wintersperrungen von diversen Wanderwegen ist somit kein Zugang über den Parkplatz P2 in die Breitachklamm möglich", so der Betriebsleiter Dominik Fritz. Deshalb wird der Parkplatz auch nicht geöffnet und der Zugang zur Breitachklamm ist nur über das Eingangsgebäude in Tiefenbach möglich. Dort befindet sich mit dem P1 auch der Hauptparkplatz.
Die Umfrage umfasste insgesamt 13 Fragen mit verschiedenen Formaten wie Multiple Choice, Mehrfachnennung und Freifeldern. Schwerpunkte der Befragung waren unter anderem Themen wie Transport/Anreise, Aufenthalt, Gastronomie und das Naturerlebnis an sich. Durch diese breite Palette an Fragen konnten umfassende Erkenntnisse in die Bedürfnisse und Wünsche der Besucher gewonnen werden.
"Die Umfrage war ein voller Erfolg und übertraf unsere Erwartungen deutlich", sagte Betriebsleiter Dominik Fritz. "Die hohe Rückmeldequote zeigt das starke Interesse unserer Besucher an der Weiterentwicklung der Breitachklamm. Teilweise kamen für uns sehr überraschende Ergebnisse heraus". Die Teilnehmer der Umfrage hatten auch die Möglichkeit etwas zu gewinnen. Drei glückliche Gewinner wurden per Los ausgewählt: Familie N. aus Köln darf sich über ein Wellness-Wochenende für zwei Personen im Allgäu freuen, Maria H. aus Ingolstadt erhält einen Essensgutschein für vier Personen in einem gemütlichen Gasthaus, und Familie M. aus Stuttgart wird mit einem Brotzeit-Paket mit Spezialitäten aus dem Allgäu belohnt.
"Wir möchten uns herzlich bei allen Besuchern bedanken, die an der Umfrage teilgenommen haben", so der Vorstandsvorsitzende Franz Rietzler. Die Umfrage wurde intern ausgewertet und bildet nun die Grundlage für weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Besuchererlebnisses.
Obwohl die jährlich notwendigen Reparatur- und Saisonsvor- und nacharbeiten stattfinden, wird auch heuer die Klamm über den regulären Betrieb (bis zum 5. November 2023) hinaus für die Besucher geöffnet sein. „An den drei weiteren November-Wochenenden haben die Gäste trotz Revision jeweils Samstag und Sonntags die Möglichkeit, die Schönheit dieses einmaligen Naturdenkmals zu bestaunen“ freut sich der Vorstandsvorsitzende Franz Rietzler.
Das zusätzliche Angebot besteht an den Wochenenden 11./12. November, 18./19. November und 25./26.November. Geöffnet ist die Breitachklamm jeweils ab 9.00 Uhr. Der letzte Einlass ist jedoch bereits um 15.00 Uhr, also eine Stunde kürzer als regulär. „Wir empfehlen allen Besuchern sich vorab auf unserer Homepage zu informieren, ob ein Besuch an den Sonderöffnungstagen möglich ist. Der ist nur bei entsprechender Witterung möglich – daher kann es auch kurzfristig zu einer Schließung kommen. “, so der Betriebsleiter Dominik Fritz.
Sie möchten sich zum Start oder Ausklang Ihres Breitachklamm-Besuchs ein wenig stärken?
Zahlreiche Möglichkeiten stehen Ihnen im näheren Umkreis der Breitachklamm zur Verfügung.
Bei beiden Stellen ist nur Barzahlung möglich.
Oder wie wäre es mit einer gemütlichen Einkehr? Folgende Gastronomieeinrichtungen finden Sie im Wandergebiet der Breitachklamm:
Bitte informieren Sie sich auf den Internetseiten / Social-Media Accounts der jeweiligen Betriebe über deren Öffnungszeiten oder für Tisch-Reservierungen.
Eine Routen-Übersichtskarte, in der die einzelnen Betriebe eingezeichnet sind, sowie Links zu Höhenprofilen und Routen-Beschreibungen finden Sie hier
Im Rahmen der Kindergarten-Jahresspende durch die Breitachklammverein eG wurde das Kinderhaus St. Nikolaus kürzlich zu einem aufregenden Ausflug in die Klamm eingeladen. Die begeisterten Kinder und ihre Eltern waren voller Vorfreude, als sie gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Franz Rietzler und dem Betriebsleiter Dominik Fritz die gemeinsame Wanderung antraten. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und belohnte die Gruppe mit strahlendem Sonnenschein. Die Kinder konnten die imposante Klamm erkunden. Die beeindruckenden Felsformationen, das rauschende Wasser und die malerische Natur faszinierten sowohl die Kleinen als auch die Erwachsenen.
Als besondere Überraschung und Belohnung für den gelungenen Ausflug wurden die Kinder, ihre Eltern und die Betreuer zu einem erfrischenden Eis eingeladen. Mit strahlenden Gesichtern genossen die Kinder ihre leckere Belohnung und tauschten ihre aufregenden Erlebnisse aus. Der Besuch der Breitachklamm wird sicherlich noch lange in den Köpfen der Kinder und Eltern des Kinderhauses St. Nikolaus nachklingen, da auch die Gemeinschaft des Kinderhauses weiter gestärkt und die Freude am Entdecken und Erleben der Natur erweckt wurde.
Alljährlich finden im Frühjahr nach der Schneeschmelze umfangreiche Felsberäumungsarbeiten in der Breitachklamm statt.
Auch der Landkreis Oberallgäu muss entlang einiger Zufahrtsstraßen, die teilweise an steilen Felswänden vorbei führen, dringend notwendige Felsräumarbeiten und anschließende Aufräumarbeiten durchführen. Damit ist eine sichere Anfahrt zu den Ortsteilen und Gemeinden gewährleistet.
Anfang Mai 2023 kann es daher zu kurzzeitigen Vollsperrungen einiger Straßen kommen. Derzeit sind die Einsatzzeiträume für folgende Straßenabschnitte geplant:
Kreisstraße OA 5 (Oberstdorf - Obermaiselstein - Sonthofen)
| Dienstag, 02.05.2023 | OA 5 | Hirschsprung |
| Mittwoch, 03.05.2023 | OA 5 | Hirschsprung |
| Donnerstag, 04.05.2023 | OA 5 | Tiefenbach/Lochwiesen |
| Freitag, 05.05.2023 | OA 5 | Breitachdurchbruch |
| Montag, 08.05.2023 | OA 5 | Gewerbegebiet Breitach |
An diesen Tagen muss mit Behinderungen sowie mit verlängerten Wartezeiten gerechnet werden. Die punktuelle Absperrung erfolgt über die Straßenmeisterei Sonthofen. Durch LED-Anhänger werden die Verkehrsteilnehmer informiert. Auf die Busverbindungen wird entsprechend Rücksicht genommen.
Je nach Witterung kann es auch zu Verzögerungen oder Verschiebungen im Zeitplan kommen.
Sechs Nullen stehen hinter der Zahl 25, denn so viele Besucher haben die Breitachklamm in Oberstdorf in den 117 Jahren ihres Bestehens erlebt. Eine stattliche Zahl, auf die der Vorsitzende des Breitachklamm-Vereins, Franz Rietzler, stolz ist und die es deshalb galt, besonders zu feiern. Die vierköpfige Familie, die als Jubiläumsbesucher die tiefste Schlucht Mitteleuropas einmal im Winter erleben wollte, wurden deshalb überrascht, als sie nichtsahnend an diesem Mittag zum Eingang strebte.
Auf Carsten Knoblich, seine Ehefrau Doreen und die Töchter Nina und Lotta mit Familienhund Eddi warteten neben Rietzler bereits Bürgermeister Klaus King, Kurdirektor Frank Jost und Betriebsleiter Dominik Fritz mit einem Arm voller Geschenke. Die Jubiläumsgäste aus Aschersleben im Harz-Vorland kennen sich aus im Oberallgäu und in der Klamm: Sie haben sich inzwischen mehrmals das faszinierende Naturwunder in Tiefenbach angeschaut. „Es ist immer wieder ein neues, beeindruckendes Erlebnis“, versicherte Carsten Knoblich und freute sich diesmal besonders auf den Weg durch die wild-romantische Klamm, denn zum ersten Mal ging es im Winter durch die von Eiszapfen verzauberte Winterlandschaft. Blumen und Geschenke ließen die Knoblichs zur späteren Abholung im Kassenhäuschen zurück und wurden an diesem Tag zum freien Eintritt eingeladen. Ein bisschen Geschichtsunterricht gab es obendrauf. So erzählte der Vorsitzende Rietzler, dass der Verein bereits 1904 gegründet worden war und ein Jahr später die Breitachklamm eröffnet wurde. Alljährlich würden rund 300.000 Besucher gezählt. Über den Initiator Pfarrer Johannes Schiebel und die beschwerliche Erschließung konnten sich die Jubiläumsgäste im Eingangsgebäude selbst informieren.
Unter schwierigsten Bedingungen bauten vor über 100 Jahren 20 Mann in 230 Tagen den Klammweg. Verbraucht wurden 50 Kilogramm Dynamit, 4.160 Meter Zündschnur und 23 Tonnen Eisen. Über Jahre hinweg
fanden Instandhaltungsarbeiten statt – von Hand. Einer, der damals dabei war, ist 1. Vorstand des Breitachklammvereins, Franz Rietzler. „50 Kilo Säck voll Zement hat man da auf d‘ Buckel gnomme und dann isch ma marschiert“, erzählt der 74-Jährige. Auf einen Spaziergang durch eine der imposantesten Schluchten Mitteleuropas mit ihm, seinem Hund „Elfie“ und Dominik Fritz, Betriebsleiter der Genossenschaft.
Diese setzt sich für den Erhalt und die Sicherheit in der Schlucht und für den Betrieb ein. Bis zu drei Mal am Tag beurteilt Franz Rietzler im Winter, ob die Klamm für Besucher aufgesperrt werden darf oder nicht, weil die alpinen Bedingungen sich vor allem im Winter schnell ändern und Gefahren bergen. „Er erkennt jeden Kieselstein, der anders liegt“, sagt Dominik Fritz. Wir passieren das Drehkreuz. Franz Rietzler zeigt auf einen umgestürzten Baum weit oben am Hang rechtsseitig. „Der ist weiter runter gerutscht“, erkennt er. Außerdem deutet der Jäger auf Spuren von Wild, das an einer seichten Stelle den Fluss gequert hat.
Und er erzählt von der Geschichte der berühmten Schlucht und ihrer Erschließung. Im Jahr 1904 wurde die Genossenschaft Breitachklammverein gegründet. Das war aus finanzieller Sicht nötig, denn die Klamm sollte erschlossen werden. Damals fanden sich 44
Gründungsgenossen, die Anteile kauften. Jene waren für damalige Verhältnisse mit je 500 Goldmark recht teuer. Den Anfang machte übrigens Pfarrer Schiebel, der bis heute den Gast gleich am ersten
Tunnel in der Breitachklamm als Relief begrüßt. Er kam mit 29 Jahren nach Tiefenbach und kümmerte sich nicht nur um seine Aufgabe der Glaubensvermittlung, sondern auch um den Tourismus. Er trieb auch
die Genossenschaftsgründung voran, als er sah, was sich hinter dieser Natur in Tiefenbach verbirgt. Sein damaliges Urteil liest Franz Rietzler aus einer alten Schrift vor: „Die Klamm muss erschlossen werden – koste es, was es wolle.“
Es folgten Verhandlungen mit denen an der Klamm angrenzenden Grundstücksbesitzern, 22 Eigentümer aus Tiefenbach und Oberstdorf mussten dem Bau eines Weges zustimmen. Die Meinungen waren geteilt. Auch die Aufsichtsbehörde des Königlichen Bezirksamtes lehnte den Wegebau zunächst ab, weil das finanzielle Risiko zu hoch erschien.
Pfarrer Schiebel jedoch und seine Mitstreiter ließen sich nicht entmutigen selbst eine Genossenschaft zu gründen.
Im Anschluss machte er eine Firma aus dem italienischen Trentin ausfindig, die sich der Herausforderung stellte. Sie erklärte sich bereit, für 16.302 Mark den Weg ohne Geländer zu bauen. Den Kies dafür zog man mit Kübeln aus der Breitach, das Wasser zum Betonieren ebenso. Von Hand wurde der Beton gemischt. An jene Zeit erinnert sich auch Franz Rietzler noch. Er stammte aus einer Landwirtschaftfamilie. Sein Vater war als technischer Leiter bei der Breitachklamm engagiert und später
im Aufsichtsrat. 40 Jahre lang.
„Wenn wir im Frühjahr weniger Arbeit ghabt hent, dann sind wir in d’Schlucht zum Schaffe“, erzählt Rietzler. Da hat es so eine Truhe
gegeben, mit Griffen vorn und hinten. Wie eine Art Schubkarre, mit der das Material getragen wurde. Regelmäßig war das von Nöten, weil es immer wieder vorkam, dass das Wasser den Weg auswusch.
Die Brücken wurden zunächst oft aus Holz gefertigt und später mit Eisenträgern stabilisiert. Allerdings gab es damals kaum statische Berechnungen von den Bauwerken. „Damals hat es geheißen, das brauchts gar it“, sagt Rietzler. Heute ist das anders.
„Die Sicherheit ist unser wichtigstes Gebot“, so Dominik Fritz. Deshalb werden alle 32 Brücken regelmäßig untersucht und geprüft. In den letzten Jahren wurden 15 von ihnen grundlegend saniert. Dafür wurden eine Bau-Firma beauftragt, ein Ingenieurbüro und verschiedene Statiker sowie Geologen. „Mittlerweile sind wir auf einem sehr guten technischen Stand und haben die dringendsten Aufgeben angepackt“, sagt Dominik
Fritz. „Man könnte theoretisch mit Lastwagen über die Fußgängerbrücke fahren“, sagt Franz Rietzler augenzwinkernd und ergänzt:
„Eigentlich überdimensioniert, aber das sind die Vorschriften.“ Einerseits wird einkalkuliert, dass bei schönem Wetter sonntags um 11 Uhr, auf einer 15 Meter langen Brücke zu Hochzeiten ungefähr 20 Menschen stehen. Andererseits ist der Weg den Naturgewalten ausgesetzt. „Das Problem ist, dass es für das, was wir haben, kaum Normen gibt,“ erklärt Dominik Fritz. Man orientiere sich da, obwohl es sich um alpines Gelände handelt, teilweise am Straßenbau, und der hat andere Auflagen. Was hohe Kosten mit sich bringt.
Die ursprüngliche Arbeit von Hand erleichterte sich später durch Raupenfahrzeuge. Wegen diesen wurden die meisten Stufen
entfernt. So ist der Weg stellenweise steiler geworden, es gibt aber zum Beispiel die Möglichkeit, im Winter mit Maschinen zu räumen und zu streuen. Diese nur 80 Zentimeter breiten sogenannten „Dumper“ fahren auch für kleinere Arbeiten mit Beton oder Kies beladen den Schluchtweg hinauf und passen durch den nicht einmal mannshohen Tunnel. Die großen Arbeiten aber erledigt inzwischen fast alle der Hubschrauber. „Wir haben da Gott sei dank zwei sehr gute Piloten, die absolute Profis sind. Die haben zum Teil das Material am 100 Meter langen Seil hängen“, sagt Rietzler und erklärt: „Der Heli kostet zwar mehr Geld, wenn man aber überlegt, was der innerhalb einer halben Stunde reinbringt, rentiert sich das. Das schaffen zwei Mann an einem ganzen Tag nicht.“ Gerade wenn es einst darum ging, Eisenträger am Weg zu befestigen, war das mit waghalsigen Aktionen verbunden. Wenn acht Meter lange Teile, um Kurven manövriert werden mussten. „Das war damals wirklich a
Schinderei“, sagt Rietzler. Der Hubschrauber bringt heute alles an die richtige Stelle, was den Arbeitern Sicherheit gewährt.
Der größte Felssturz in der Klamm war übrigens 1995. Er schloss den oberen Teil der Schlucht fast vollständig ab und löste einen Stausee aus. Am oberen Kassenhäuschen begrub er eine Toilette unter sich, die es heute nicht mehr gibt. Damals staute sich das Wasser auf und flutete danach die Klamm. Es stieg zum Teil bis zu sechs Meter über den
Weg an. Um die Menschen vor solch unvorhergesehenen Naturgewalten zu schützen, ist eine stetige Beobachtung der Verhältnisse wichtig. Eiszapfen seien laut Franz Rietzler so eine Sache im Winter. Bis zu 20 Meter lang hängen sie zwischen Eisvorhängen vom Fels – und machen die Breitachklamm zum mystischen Erlebnis. Das findet wohl auch
Dackeldame Elfie, die geduldig stehenbleibt, wenn ihr Herrchen Spuren liest.
Quelle: Allgäuer Anzeigeblatt (Isabell Schmid) anlässlich "40 Jahre extra"
Bewährt haben sich die erweiterten Öffnungszeiten der Breitachklamm im November. Obwohl die jährlich notwendigen Reparatur- und Saisonsvor- und nacharbeiten stattfinden, wird auch heuer der untere Bereich der Klamm über den regulären Betrieb (bis zum 6. November 2022) hinaus für die Besucher geöffnet sein. An den drei weiteren November-Wochenenden haben die Gäste trotz Revision jeweils Samstag und Sonntag die Möglichkeit, die Schönheit dieses einmaligen Naturdenkmals zu bestaunen. Da nur die untere Klamm begehbar ist, wird auch nur der Parkplatz P1 am Eingangsgebäude in Tiefenbach geöffnet sein.
Das zusätzliche Angebot besteht an den Wochenenden 12./ 13. November, 19./20. November und 26./27.November. Geöffnet ist die Breitachklamm jeweils ab 9.00 Uhr. Der letzte Einlass ist jedoch bereits um 15.00 Uhr, also eine Stunde kürzer als regulär. „Die Öffnung ist allerdings nur bei entsprechender Witterung möglich, darüber informieren wir aber rechtzeitig auf unserer Homepage“, so der Betriebsleiter Dominik Fritz.
Die Breitachklamm bei Oberstdorf ist zu jeder Jahreszeit ein wunderbares und viel besuchtes Naturspektakel. Besonders in Ferienzeiten, wenn ganze Familien von Jung bis Alt unterwegs sind, gilt es jedoch ein paar Dinge zu beachten, um Ihren Besuch noch angenehmer zu machen.
Nachfolgend haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt:
Nun können Sie bestens vorbereitet starten. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Tag in der Breitachklamm mit Ihrer Familie und eine schöne Ferienzeit!
Im Gebäude des ehemaligen Grenzgasthofs an der Walserschanz/Parkplatz P2 konnte kürzlich ein zusätzliches Angebot für die Gäste der Breitachklamm geschaffen werden. Neben den Toilettenanlagen sorgen drei Automaten vor Ort für die im Sommer notwendige Abkühlung. Im Getränkeautomat werden alkoholfreie Getränke von Allgäuer Alpenwasser angeboten. Ergänzt wird das Angebot mit einem Snackautomaten, in dem neben Herzhaftem unter anderem auch gekühlter Kaffee gekauft werden kann. Gerade für die heißen Sommertage ist natürlich auch Eis unverzichtbar - auch das ist an der Walserschanz nun erhältlich.
Die Möglichkeit des Angebots war dank der Partner
- Hirschbrauerei Sonthofen
- Alpenmat
- Langnese
möglich. Die Breitachklamm bedankt sich bei seinen drei Partnern.
So kurz wie noch nie nach einem Winter war die Revisionspause in der Breitachklamm. Gerade einmal sechs Wochen ist es her, dass die Tore geschlossen wurden, um das beliebte Ausflugsziel für die Sommersaison herzurichten. Geöffnet ist ab Samstag, 30. April, dann wieder täglich von 09.00 bis 17.00 Uhr. „Wir hatten heuer einfach einen besonderen März mit extrem kalten Nächten, wodurch ein Besuch zu dieser Zeit fast schöner war als an normalen Wintertagen“, schildert der Vorstandsvorsitzende Franz Rietzler des Breitachklammvereins die ausgedehnte Wintersaison. Nach der langen Durststrecke durch Corona ist er nicht nur mit den guten Märzergebnissen, sondern mit der gesamten Winterbilanz hochzufrieden.
In der kurzen Schließzeit wurden in den vergangenen Wochen zwei Brücken erneuert und die üblichen Revisionsarbeiten erledigt. Der Einbahnverkehr, der pandemiebedingt erforderlich war, soll weiter beibehalten werden. Damit gebe es kein Gedränge und kaum Stau mehr an den besonders beeindruckenden Aussichtspunkten. „Die Einbahnregelung hat sich bewährt und ist für die Besucher ein absoluter Erlebnis-Gewinn“, so der Betriebsleiter Dominik Fritz. Auch das Online-Ticket, ohne das in der Corona-Zeit der Besuch der Klamm gar nicht möglich war, soll neben dem normalen Kassen-Verkauf von Eintrittskarten weiter angeboten werden. Das geht übrigens völlig unkompliziert auf der Homepage. Somit können die Gäste künftig selbst entscheiden, wie und wo sie ihr Ticket kaufen möchten.
Aktuell ist die Breitachklamm nur in eine Richtung begehbar. Durch die Klamm selbst geht es auf ca. 2 km Wegstrecke ca. 85 Höhenmeter stets bergauf. Am oberen Kassenhäuschen (aktuell nur Aus-/Durchgang) angekommen, steht man vor der Wahl, wie man weiter wandert. Unabhängig davon, für welche Route man sich entscheidet, müssen für den Ausstieg aus der Klamm erneut einige Höhenmeter erklommen werden.
Kein Wunder, dass nach fleißiger Wanderung dem ein oder anderen der Magen knurrt und man sich ein kühles Getränk herbei sehnt.
Klamm-Besucher haben zahlreiche Möglichkeiten zur Einkehr in der unmittelbaren Umgebung der Breitachklamm (Die Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte den einzelnen Unternehmensseiten):
• Gasthaus Breitachklamm (Pension mit Gasthaus am P1 / Eingang der Breitachklamm)
• Alpe Dornach (Restaurant mit Hotelbetrieb an der Route gelb)
• Waldhaus (Restaurant an der Route dunkelgrün)
• Müllers Alpe Hinterenge II (Alpe an der Route dunkelgrün)
• Alpe Hinter der Enge (Alpe an der Route dunkelgrün)
Außerdem stehen Ihnen an der Walserschanz in Kürze mehrere Kiosk-Automaten zur Selbstversorgung mit Getränken und Snacks zur Verfügung.
In unserer Routen-Übersichtskarte sind die einzelnen Betriebe eingezeichnet. Diese Karte und Details zur Geländebeschaffenheit (Streckenlänge und Höhenmeter) finden Sie hier
Eine Allgäuer Sehenswürdigkeit zählt das Portal "Reisereporter" zu den 17 Naturwundern in Deutschland. Das wird mit einem überraschenden Vergleich begründet. Naturwunder in Deutschland: Davon gibt es einige. Viele Urlauber und Tagesausflügler staunen hierzulande über spektakuläre Landschaftsphänome.
Getreu dem Motto "Wozu in die Ferne schweifen, wo das gute liegt so nah" werden die Naturwunder gefeiert. Das Portal "Reisereporter" hat diesem Trend folgend nun ein Ranking erstellt. Titel: "Diese 17 Naturwunder in Deutschland musst du gesehen haben". Auf Platz eins landet die Bergformation Teufelsmauer im Harz. Doch auch das Allgäu ist in der Liste vertreten. Auf Platz 13 hat es die Breitachklamm in Oberstdorf geschafft. Und die scheint nachhaltig Eindruck hinterlassen zu haben.
Die Jury zieht jedenfalls einen überraschenden Vergleich: "Du glaubst, nur die USA können mit spektakulären Schluchten wie dem Grand Canyon aufwarten?! Weit gefehlt! Die Breitachklamm, die zu den spektakulärsten und tiefsten Schluchten in Mitteleuropa zählt, befindet sich in Bayern."
Die Breitachklamm in einem Atemzug mit dem Grand Canyon: Über dieses Kompliment dürfte sich nicht nur die heimische Tourismusbranche freuen, sondern auch der Breitachklammverein, der sich rührig um das Naturwunder kümmert. So wurde die Breitachklamm ein beliebtes Ausflugsziel - und zwar im Sommer wie im Winter. Die Felsschlucht kann mithilfe von Stegen durchwandert werden und bietet spektakuläre Anblicke. Die liegt im Oberstdorfer Ortsteil Tiefenbach und wird jährlich von etwa 300.000 Ausflüglern besucht. Durch die Breitachklamm wandert man etwa eine Stunde.
Die Entstehung der Breitachklamm begann nach derzeitigen Erkenntnissen vor etwa 10.000 Jahren. 1905 wurde sie vom Tiefenbacher Pfarrers Johannes Schiebel zugänglich gemacht. Aktuell ist die Breitachklamm allerdings noch nicht geöffnet. Grund sind Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen. Die Wiederöffnung der Breitachklamm ist für den Sommer ist für Anfang Mai geplant – vorbehaltlich der Witterung. Details werden rechtzeitig hier bekannt gegeben, teilen die Betreiber mit. Aktuelle Infos gibt es auch unter der Telefonnummer: 08322 4887.
Quelle: Allgäuer Zeitung
Die Breitachklamm ist zu jeder Jahreszeit etwas Besonderes. Aber speziell im Winter verwandeln sich die steilen Felswände und Felsvorsprünge in eine Zauberwelt aus Schnee und Eis. Wie in einem Eisprinzessinnen-Märchenschloss kommt man sich teilweise vor, wenn man hinter mächtigen Eisvorhängen hindurch läuft oder sich das Licht der Fackeln abends in den Eiszapfen ringsum widerspiegelt.
Für das Team der Breitachklamm ist nun allerdings besondere Vorsicht geboten, denn das viele Eis und Schnee birgt auch besondere Gefahren für Besucher und Mitarbeiter. Die Wege müssen geräumt und gestreut werden, mehrmals am Tag, und die Abflussrinnen sind freizulegen. Außerdem bedarf es der jahrelangen Kenntnis der Klamm-Arbeiter, die Eiszapfen und Steine auf Festigkeit zu überprüfen, sodass die Klamm guten Gewissens geöffnet werden kann.
Vorstandsvorsitzender Franz Rietzler betont: "Die Breitachklamm ist und bleibt ein Naturerlebnis mit Bedingungen wie im Hochgebirge. Manche Besucher sind sich dessen nicht bewusst. Eine Wanderung durch die Breitachklamm ist kein einfacher Spaziergang an der frischen Luft. Die Steigung von Tiefenbach klammeinwärts und über verschiedene Wander-Optionen wieder bergauf hinaus und die steilen Felswände sind nicht zu unterschätzen."
Auch ist laut Betriebsleiter Dominik Fritz ein Temperatur-Abfall in Oberstdorf nicht gleichzusetzen mit viel Eis in der Klamm. "Oft dauert es mehrere Tage, bis die Eiszapfen ausgebildet sind. In der Klamm selbst sind die Temperaturen meist um einige Grad unterschiedlich zur äußeren Umgebung. Kommt eine zu lange Wärmephase steigt die Bruchgefahr der Eiszapfen."
Außerdem erläutert Fritz: "Eine abendliche Fackelwanderung lohnt nur, wenn genügend Eiszapfen vorhanden sind, um das Licht zu reflektieren, sonst ist es eine Winderwanderung im Dunkeln."
Erst wenn die Durchführbarkeit der Fackelwanderungen zugesagt werden kann, werden Tickets hierfür im Online Shop unter www.breitachklamm.com buchbar gemacht. Ein Vor-Ort-Verkauf am Abend wird aktuell nicht angeboten. Teilnehmen an den regulären Fackelwanderungen jeden Dienstag und Freitag Abend kann nur, wer vorab ein Online Ticket gebucht hat und einen gültigen 2G-Nachweis vorlegen kann. Status-Updates zu den Fackelwanderungen und generell zur Breitachklamm werden täglich auf der Startseite unter www.breitachklamm.com aktualisiert.
Angeboten werden die Fackelwanderungen nur im Winter, bis voraussichtlich Mitte / Ende Februar, je nach Beginn der Schneeschmelze. Wer eine exklusive Fackelwanderung für eine private Gruppe buchen möchte (jeden Abend außer Dienstag und Freitag möglich), sollte sich rechtzeitig mit dem Team der Breitachklamm in Verbindung setzen.
Die Breitachklamm geht wieder an den Start: die imposante Felsenschlucht öffnet ab dem 23. Dezember nach den Revisionsarbeiten wieder ihre Pfroten um dann in den täglichen Betrieb zu gehen. Geöffnet ist jeweils ab 9 Uhr, der letzte Einlass ist um 16 Uhr.
Wie in den übrigen touristischen Einrichtungen gilt auch in der Klamm die 2G-Regel. Während der untere Bereich der Felsenschlucht durch Einbahnverkehr geregelt ist, begegnen sich die Besucher im oberen Abschnitt Richtung Walserschanz und dem dazugehörigen P2. Dort ist deshalb ebenso das Tragen einer FFP-Maske Pflicht wie im gesamten Eingangsbereich.
Auch die beliebten Fackelwanderungen finden nach den Weihnachtstagen jeweils am Dienstag und Freitag wieder statt, allerdings aufgrund der Pandemie-Situation nur mit deutlich reduzierten Teilnehmerzahlen. Gebucht werden können diese eindrucksvollen Touren durch die Eislandschaft der Schlucht ausschließlich online über die Homepage, die jeweils an den Veranstaltungstagen für den Erwerb der Tickets freigeschaltet ist.
Generell können die Öffnungszeiten witterungsbedingt von den Vorgaben abweichen. Ein Blick auf die Website www.breitachklamm.com lohnt sich also auf alle Fälle.
Was im vergangenen Jahr geplant war, kommt heuer zur Umsetzung. Die Breitachklamm wird diesen Herbst über den regulären Betrieb (bis zum 7. November 2021) hinaus für die Besucher geöffnet sein. An den drei weiteren November-Wochenenden haben die Gäste trotz Revision jeweils am Samstag und Sonntag die Möglichkeit, die Schönheit dieses einmaligen Naturdenkmals zu bestaunen. Der Einlass erfolgt aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen ausschließlich über den Haupteingang in Tiefenbach. Dort befindet sich auch der Hauptparkplatz P1. Der P2 an der Walserschanz dient nur als Ausweichparkplatz. Besucher sollten berücksichtigen, dass sie von dort aus noch 1 Stunde Laufzeit bis zum Haupteingang der Klamm vor sich haben.
Die gesamte Klamm ist an den Sonderterminen geöffnet. Ermöglicht wird das durch die flexible Arbeitsweise der an den Reparaturen beteiligten Firmen. „Diese planen ihre Arbeiten so, dass wir an den Wochenenden öffnen können“ freut sich der Vorstandsvorsitzende des Breitachklammvereins, Franz Rietzler.
Das zusätzliche Angebot besteht an den Wochenenden 13./ 14. November, 20./21. November und 27./28. November. „Dabei müssen die Gäste allerdings die etwas kürzeren täglichen Besuchszeiten beachten“ so Betriebsleiter Dominik Fritz. Geöffnet ist die Breitachklamm jeweils ab 9.00 Uhr. Der letzte Einlass ist jedoch bereits um 15.00 Uhr.
Witterungsbedingte Änderungen sind jederzeit möglich. Der aktuelle Status kann jederzeit über www.breitachklamm.com abgerufen werden.
Pfarrer Johannes Baptist Schiebel wäre in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden. Für den Breitachklammverein ein wichtiger Geburtstag, denn ohne den umtriebigen Geistlichen wäre die Breitachklamm wohl nicht schon in den Anfängen des 20. Jahrhunderts erschlossen worden.
Schiebel war ein Visionär, der schon früh erkannt hatte, dass in dieser gottbegnadeten Landschaft der Tourismus entwickeln müsse, um der Bevölkerung zu Arbeit und einem gewissen Wohlstand zu verhelfen.
1898 zog der in Petersthal geborene Johannes Schiebel als Seelsorger erstmals nach Oberstdorf. Er war als Benefiziat der drei Wallfahrtskapellen von Maria Loretto Seelsorger für die Bewohner der Oberstdorfer Hochtäler geworden. Drei Jahre später, da war der junge Pfarrer 30 Jahre alt, führte sein Weg nach Tiefenbach.
Pfarrer Schiebel wusste damals bereits, dass es Erkundungen über die eventuelle Erschließung der Breitachklamm gab. Im Auftrag des Oberstdorfer Verschönerungsvereins waren Förster Wolfgang Hohenadl und der Brauereibesitzer Karl Richter in einen Teil der Klamm hinabgestiegen. Die beiden erkannten zwar die Schönheit der Klamm, aber die bautechnischen Schwierigkeiten und die Kosten schienen zu aufwändig.
Den Pfarrer aber schreckten die Bedenken nicht. Unaufhaltsam ging er daran, einen Weg zu finden, um das Naturwunder zugänglich zu machen. Heute würde man sagen „Ein wilder Hund“, denn er ließ sich tollkühn an zusammengeknüpften Seilen in den „schaurigen Schlund” hinunter und entdeckte da eine von den Naturgewalten geschaffene Szenerie von grandioser Schönheit.
Der Plan, die Klamm zu erschließen, fand nicht nur Freunde, aber Pfarrer Schiebel hatte gewichtige Mitstreiter an seiner Seite. Der „Verschönerungsverein Obertiefenbach”, der die Planung vorantreiben sollte, wurde gegründet. Es folgten eine Menge von Gesprächen und Verhandlungen über die Wegführung und die Finanzierung. Pfarrer und Bürgermeister mussten 22 Grundbesitzer überzeugen, Gegner mussten beruhigt und unzählige Behördengänge erledigt werden, Enttäuschungen inklusive.
All die Rückschläge konnten die Planer nicht entmutigen. Pfarrer Schiebel suchte nun den Schulterschluss mit dem Oberstdorfer Verschönerungsverein und fand in dessen Vorstand Hofrat Dr. Ulrich Reh und einer Reihe von Mitgliedern Verbündete. Der „Breitachklammverein” wurde 1904 von 44 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Trotz der hohen Einlage von 500 Goldmark und Haftung für 600 Mark pro Mitglied erhielt der Verein noch laufend Zuwachs neuer Mitglieder.
Weil einheimische Firmen vor den Risiken zurückschreckten, verhandelte Pfarrer Schiebel auch mit ausländischen Firmen und schließlich übernahm der Südtiroler Johann Lucian aus Primiero den Auftrag.
1904 begannen die Arbeiten. Bis zu 20 Mann waren während des ganzen Herbstes und den Winter über in der Klamm beschäftigt. Mit 7.000 Sprengschüssen haben die Mineure den Weg in den Fels getrieben. Ein großes Fest war die feierliche Eröffnung der Klamm am 5. Juni 1905.
Lang konnte Schiebel sich nicht freuen an dem Naturdenkmal vor der Kirchentüre. 1908 wurde er nach Vorderburg versetzt und ab 1922 betreute er dann die Pfarrei St. Michael in Schöllang. Für den Breitachklammverein aber war es selbstverständlich, dass die 1931 erbaute „Klammkapelle“ ihre Weihe von dem Pfarrer erhielt, dem die Tiefenbacher so viel verdankten. 1936 ging Schiebel in den Ruhestand und wählte Reichenbach als Alterssitz. Als 83-Jähriger nahm er noch am 50. Jubiläum der Klamm teil und mit 90 Jahren besuchte er noch ein letztes Mal „seine“ Klamm. Mit fast 92 Jahren starb er 1963 und wurde auf dem Schöllanger Burgfriedhof begraben.
Wandern zwischen sprudelnden Flüssen und beeindruckenden Felsformationen, zwischen Licht und Schatten: Touren durch Klammen und Schluchten sind bei Einheimischen wie Urlaubern gleichermaßen beliebt. Dass auf den Wegen auch Gefahren lauern, rückt dabei schnell in den Hintergrund. Daher stellt sich die Frage: Wie sicher sind diese Ausflugsziele?
Dominik Fritz ist seit drei Jahren Betriebsleiter der Breitachklamm bei Oberstdorf, einer der tiefsten Schluchten Mitteleuropas. Dass Brücken vom Wasser mitgerissen werden, könne „leider tatsächlich bei Unwetterereignissen immer und überall" passieren, sagt er. Aber die Sicherheit der Gäste hat oberste Priorität. „Wenn eine Gefahr erkennbar ist, machen wir die Klamm zu“, betont Fritz. Die Wegeanlagen und der Wasserstand würden morgens und abends überprüft. „Ein Mitarbeiter besetzt einen Informationspunkt in der Klamm und hat dort auch den direkten Blick auf die aktuelle Situation.“
Außerdem gebe es am Ende der Klamm eine Station, die den Wasserpegel der Breitach misst. Zusätzlich werden laut Fritz bei wöchentlichen und monatlichen Kontrollen über sogenannte Spione und Kraftmessdosen Bewegungen der Felsen festgestellt. Nach einem Hochwasser überprüfen Mitarbeiter die Brücken auf eventuelle Schäden. Dass die Klamm im laufenden Betrieb wegen hohen Wasserstands schließen muss, sei zuletzt vor drei Jahren vorgekommen. „Wir sind gerade in einer Phase, in der wir sehr viel Geld in die Sicherheit investieren“ sagt Fritz. Im Herbst sollen Bauwerke in der Klamm saniert werden. „Bei der letzten Baumaßnahme von Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 haben wir rund eine halbe Million Euro investiert“. Wie viel es bei den noch anstehenden Erneuerungen sein wird, kann er noch nicht sagen. Insgesamt gebe es über 30 Bauwerke in der Breitachklamm, darunter zwei Brücken, die die Breitach überqueren.
Quelle: Allgäuer Zeitung