Interreg-Förderung gibt Startschuss für die Klamm-Erlebniswelten

Mit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags wurde ein entscheidender Meilenstein für die Weiterentwicklung gesetzt.
Die Vertreter der Breitachklammverein eG und der Gemeinde Mittelberg besiegelten damit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg Bayern–Österreich und gaben zugleich den offiziellen Startschuss für die Umsetzung des Projekts „Klamm-Erlebniswelten“.
Die Klamm-Erlebniswelten entstehen rund um die historische Walserschanz – einst Grenz- und Zollstation zwischen Deutschland und Österreich, heute Symbol für Verbindung und Kooperation sowie dem Standort in Tiefenbach. Das Projekt verbindet Geschichte, Naturwissen und moderne, interaktive Vermittlung zu einem zukunftsorientierten Besucherzentrum. Die besondere Lage der Breitach, die im Kleinwalsertal entspringt, abschnittsweise die Grenze bildet und schließlich in Oberstdorf in die Iller mündet, steht dabei sinnbildlich für den grenzüberschreitenden Charakter des Vorhabens. Gebäude, Infostationen und Infrastruktur auf beiden Seiten der Grenze stärken die Breitachklamm nachhaltig als gemeinsames Naturerlebnis im Lebensraum Allgäu/Kleinwalsertal.
Die Umsetzung der Klamm-Erlebniswelten wird aus Mitteln des INTERREG-Programms Bayern-Österreich 2021-2027 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Bereits seit über zwei Jahrzehnten begleitet das Programm die Arbeit der Breitachklammverein eG – erste Maßnahmen wurden schon 2005 im Rahmen der Bergschau am Eingangsgebäude in Tiefenbach realisiert. Auch die schrittweise Entwicklung der Klamm-Erlebniswelten, von ersten Ideen und Wettbewerben ab 2018 bis zur nun beginnenden Umsetzung, wurde maßgeblich durch Interreg-Förderungen ermöglicht.
Mit dem nun unterzeichneten Partnerschaftsvertrag wird dieser langjährige Weg konsequent fortgeführt. Ziel ist es, an der Walserschanz einen modernen, barrierefreien und erlebnisorientierten Ort zu schaffen, der Geschichte bewahrt, Wissen vermittelt und Menschen aus beiden Ländern zusammenbringt. Die Klamm-Erlebniswelten stehen damit beispielhaft für den europäischen Gedanken: Grenzen überwinden, gemeinsam gestalten und regionale Identität in die Zukunft führen.
Im Bild: Vorstandsvorsitzender Franz Rietzler und Bürgermeister Joachim Fritz nach der offiziellen Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags.
