
Das bedeutet so viel wie: "Es ist schon viel Wasser die Breitach hinunter gelaufen."
Über 100 Jahre ist es her, seit die Breitachklamm erschlossen wurde. Eine lange Zeit, in der viel Wasser durch die Breitachklamm geflossen ist, in der sich aber auch viel ereignet hat und ereignet. Alle wichtigen und aktuellen Informationen sind nachfolgend zusammengefasst:
Wandern zwischen sprudelnden Flüssen und beeindruckenden Felsformationen, zwischen Licht und Schatten: Touren durch Klammen und Schluchten sind bei Einheimischen wie Urlaubern gleichermaßen beliebt. Dass auf den Wegen auch Gefahren lauern, rückt dabei schnell in den Hintergrund. Daher stellt sich die Frage: Wie sicher sind diese Ausflugsziele?
Dominik Fritz ist seit drei Jahren Betriebsleiter der Breitachklamm bei Oberstdorf, einer der tiefsten Schluchten Mitteleuropas. Dass Brücken vom Wasser mitgerissen werden, könne „leider tatsächlich bei Unwetterereignissen immer und überall" passieren, sagt er. Aber die Sicherheit der Gäste hat oberste Priorität. „Wenn eine Gefahr erkennbar ist, machen wir die Klamm zu“, betont Fritz. Die Wegeanlagen und der Wasserstand würden morgens und abends überprüft. „Ein Mitarbeiter besetzt einen Informationspunkt in der Klamm und hat dort auch den direkten Blick auf die aktuelle Situation.“
Außerdem gebe es am Ende der Klamm eine Station, die den Wasserpegel der Breitach misst. Zusätzlich werden laut Fritz bei wöchentlichen und monatlichen Kontrollen über sogenannte Spione und Kraftmessdosen Bewegungen der Felsen festgestellt. Nach einem Hochwasser überprüfen Mitarbeiter die Brücken auf eventuelle Schäden. Dass die Klamm im laufenden Betrieb wegen hohen Wasserstands schließen muss, sei zuletzt vor drei Jahren vorgekommen. „Wir sind gerade in einer Phase, in der wir sehr viel Geld in die Sicherheit investieren“ sagt Fritz. Im Herbst sollen Bauwerke in der Klamm saniert werden. „Bei der letzten Baumaßnahme von Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 haben wir rund eine halbe Million Euro investiert“. Wie viel es bei den noch anstehenden Erneuerungen sein wird, kann er noch nicht sagen. Insgesamt gebe es über 30 Bauwerke in der Breitachklamm, darunter zwei Brücken, die die Breitach überqueren.
Quelle: Allgäuer Zeitung
Betriebsleiter Dominik Fritz und Vorsitzender Franz Rietzler über die nicht immer einfache Aufgabe, ein solches Naturwunder für die Öffentlichkeit zu erhalten.
Es ist ein warmer Sommertag. Die ersten Besucher fahren auf den Parkplatz der Breitachklamm. Trotz der Einschränkungen und dem „Einbahnverkehr“ wird an der Statusanzeige an der B19 bald „belegt“ stehen. Wie so oft ist auch Franz Rietzler vor Ort. Der Vorstand des Breitachklammvereins kennt die Schlucht wie kaum ein anderer. Schon als Kind begleitete er seinen Vater, der hier lange technischer Leiter war, regelmäßig. „Wir Buben mussten da schon mit anpacken“, erinnert er sich. Mit Kübeln hätten sie den Sand aus der Breitach in die Klamm gezogen, damals sei noch kein Hubschrauber mit Beton gekommen.
Das Wissen Franz Rietzlers ist besonders im Frühjahr vor der Sommeröffnung gefragt. Das bestätigt auch Betriebsleiter Dominik Fritz: „Den Besuchern ist meist gar nicht bewusst, wieviel Vorarbeit zu leisten ist, bevor die Klamm begehbar ist.“ Und dabei brauche es die Erfahrung eines echten Kenners der Klamm. Gerade im Winter bei Schnee und Eis. Dann besteht durch die Temperaturwechsel die größte Gefahr von sich lösenden Felsbrocken. Wann die gefährliche Zeit losgeht erkennt Franz Rietzler daran, „dass das Eis milchig wird und es zu tropfen anfängt.“ Gerade jetzt oder auch in kritischen Phasen, wie bei anhaltenden Regenfällen, ist der Vorsitzende mit Rat und Tat zur Stelle. „Leider verstehen viele Gäste die Notwendigkeit einer Schließung bei einer Gefährdung der Sicherheit nicht“, weiß Rietzler aus Erfahrung.
Zeit für Profi-Kletterer
Für die Felsberäumung holt sich die Breitachklamm professionelle Unterstützung. Darum sind nun Marc Segger und sein Team von der IKA (Industrieklettern Allgäu) gefragt. Die Industriekletterer sind zur Stelle, wenn es um Arbeiten in luftigen Höhen und steilem Gelände geht. Nachdem ein Geologe zunächst seine Einschätzung abgegeben hat, heißt es für die Kletterer an den 100 Meter hohen Felswänden kontrollieren, sichern und entfernen. Bereits seit zwei Jahren besteht diese Kooperation. Die Kosten für den Einsatz der Industriekletterer belaufen sich im Jahr auf einen mittleren fünfstelligen Betrag. „Doch das muss uns die Sicherheit einfach wert sein“, sagt Fritz. Zehn Mann arbeiten dann zwei Wochen in der Klamm und räumen von den steilen Felswänden die losen oder abrissgefährdeten Brocken ab. „Doch danach geht für uns die Arbeit erst richtig los“, erläutert Rietzler, „denn die abgeworfenen Steine und Felsen beschädigen durch den Aufschlag die Wege und Brücken.“ Von Hand würden diese von den Mitarbeitern aus der Klamm geräumt, nur ein Kettenzug diene als Hilfsmittel.
Allein die Reparatur und Erneuerung von Brücken kostet die Breitachklamm jedes Jahr mehrere hundertausend Euro. Um auch hier die größtmögliche Sicherheit zu gewähren wird für den Bau neuer Brücken die Firma HTB aus Tirol eingesetzt. Kleinere Wartungsarbeiten und Ausbesserungen machen die eigenen Leute. Rund 400 bis 500 Meter neue Schienen und Stützen werden jedes Jahr von dem sechsköpfigen Team verbaut. Mit dem Hubschrauber wird das nötige Material und Beton für die Ausbesserungsarbeiten angeliefert.
Einsatz auch im Ruhestand
Rund vier Wochen verbringt Franz Rietzler in der Zeit nach der Schneeschmelze in der Breitachklamm – obwohl er theoretisch schon im Ruhestand sei, wie Dominik Fritz lachend versichert. Er ist nun seit dreieinhalb Jahren als Betriebsleiter für die Breitachklamm verantwortlich. Ein Posten, der laut Rietzler dringend erforderlich war. „Denn die Arbeiten wurden immer vielfältiger“. Dokumentationen, Hygienemaßnahmen, Arbeitssicherheit, Projektentwicklung, Parkplatz, Personal – allein durch staatliche Auflagen gibt es hier immer mehr Aufgaben zu bewältigen.
Auch nach der Öffnung im Frühjahr sind tägliche Kontrollgänge an der Tagesordnung, zudem erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Felsen durch den Geologen. In der Klamm angebrachte sogenannte Spione sorgen darüber hinaus für eine ständige Überwachung. Sobald ein Riss oder ein lockerer Fels entdeckt wird, kommen die Industriekletterer zur Entfernung. Diese ständigen Überprüfungen und Instandsetzungen sind für Dominik Fritz und Franz Rietzler jedoch unabdingbar: „Die Sicherheit unserer Besucher hat einfach höchste Priorität“. Egal, zu welchem Preis.
Text: Susanne Pinn (Oberstdorfer Markreport)
Ein wieder erschlossener Wanderweg verkürzt nun nicht nur die Laufzeiten zwischen Zwingsteg und unterem Klamm-Parkplatz P1. Er führt zudem statt über die hochfrequentierte Teerstraße durch ruhiges, schattiges Waldgebiet. Knapp 900 Meter lang ist der neue Weg, der eigentlich ein ganz „alter“ Ist. Der Vorsitzende des Breitachklamm-Vereins Franz Rietzler weiß aus der Geschichte zu erzählen. Früher seien die Bauern und die Schulkinder, die zum Sessel oder zur Hinteren Enge unterwegs waren, diesen Weg gelaufen. Bekannt unter dem Flurnamen „Platten- und Hakenweg“, wurde er später von der Gemeinde Oberstdorf als „Wanderweg 30“ ausgewiesen. Als die Teerstraße ins Sesselgebiet gebaut wurde, schien der Weg nicht mehr nötig und verfiel.
An die 40 Jahre ist dies her, doch die Verantwortlichen des Breitachklammvereins überlegten schon seit geraumer Zeit, diesen schönen Waldpfad zu reaktivieren. „Unsere Besucher sparen so nicht nur fast eine halbe Stunde Gehzeit zurück zum Parkplatz, sondern können auch noch ungestört von Radlern und Autofahrern durch den Wald wandern“, stellt Betriebsleiter Dominik Fritz die Vorteile heraus. Die Hälfte der Grundstücke sind ohnehin in Vereinsbesitz und nach und nach konnte man auch die übrigen Anrainer ins Boot holen. Das Landratsamt forderte vor dem Bau lediglich, dass auf die Alpensalamander Rücksicht genommen werde. „So sind wir morgens vor den Bauarbeiten sowie untertags den jeweiligen Abschnitt abgegangen, haben die geschützten Tiere eingesammelt und in großem Abstand wieder ausgesetzt“, so Rietzler. Zehn Tage im Mai hat die Wiederherstellung des alten Wanderweges gedauert.
Es ist die erste Maßnahmen aus der Projektentwicklung „Breitachklamm 2025“ - die Projektentwicklung wird aus Mitteln des INTERREG-Programms Österreich-Bayern 2014-2020 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Einen hohen und unerwarteten Besuch hat die Breitachklamm vor kurzem bekommen: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat anlässlich eines Besuchs im Allgäu die Gelegenheit genutzt und das Naturerlebnis in Tiefenbach bei Oberstdorf durchwandert. Dabei hat er sich "wie ein ganz normaler Besucher" verhalten, so der Betriebsleiter der Breitachklamm, Dominik Fritz. "Er hat wie jeder andere auch sein Online-Ticket gekauft", ergänzt Fritz.
Über den Besuch hat der Ministerpräsident dann auch selbst auf Facebook berichtet. Zu seinen veröffentlichten Bildern schrieb er: "Wanderung durch die Breitachklamm im Allgäu: ein beeindruckendes Naturschauspiel. Bayern hat viel zu bieten".
Besondere Vorkehrungen wurden für den Besuch nicht getroffen. Die Klamm war auch in dieser Zeit normal geöffnet und komplett begehbar.
Die Breitachklamm wird nach den langen Monaten im Lockdown am Samstag, 22. Mai, wieder geöffnet. Wie alle anderen touristischen Einrichtungen musste auch dort der Betrieb schon zu Beginn des Winters eingestellt werden. Umso mehr freut sich der Vorsitzende des Breitachklammvereins, Franz Rietzler, nun wieder starten zu können. Allerdings erfordert der Neustart noch mehr Kreativität und Umsicht wie im vergangenen, auch schon von Corona geprägten Jahr. Zu den inzwischen schon gewohnten Regeln kommt neuerdings die Online-Buchung der Tickets hinzu. In die Klamm werden nur Besucher eingelassen, die schon im Voraus ihre Eintrittskarten gebucht haben. Das geht übrigens völlig unkompliziert auf der Homepage und berücksichtigt auch sämtliche Preisermäßigungen.
Auf Abstand achten, Einbahnverkehr schaffen und dessen Einhaltung kontrollieren sowie an das Verständnis und die Rücksichtnahme der Besucher appellieren, das sind die weiteren Vorbereitungen, an denen Dominik Fritz und seine Mitarbeiter nun arbeiten. So kann die Klamm nur im Einbahnverkehr von unten nach oben durchwandert werden. Entsprechend ist der Zugang nur über das Eingangsgebäude in Tiefenbach möglich. Wer also an der Walserschanz am P2 parkt, muss erst über den Zwingsteg und die Wanderwege nach Tiefenbach und von dort den Haupteingang nehmen. Die Ausnahmesituation macht es zur Zeit leider unmöglich, die Klamm mit Kinderwagen oder Rollstuhl zu besuchen. Auch sollten die Besucher die veränderten Wanderwege und Kombinationsmöglichkeiten bedenken und ihre Route entsprechend der eigenen Kondition festlegen. An breiten Stellen sollen Wanderer immer wieder Gelegenheit haben, das Naturschauspiel zu genießen, zu verweilen oder andere Ausflügler zu überholen. Das neue Parkleitsystem an der B 19 verschafft den Besuchern einen Überblick, ob und welche Parkplätze frei sind. Betriebsleiter Fritz empfiehlt vor allem die Randzeiten am frühen Vormittag oder am späteren Nachmittag für den besonderen Genuss des Naturschauspiels.
Ein langer Winter sei vorüber, der in normalen Zeiten zahlreichen Gästen atemberaubende Einblicke in die Eiswelt der Klamm geliefert hätte. „Die Pandemie hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauert Fritz. Umso schöner, dass es nun wieder losgeht. Geöffnet ist die Klamm täglich von 9 bis 17 Uhr. Online-Tickets können gebucht werden über www.breitachklamm.com.
Arbeiten in schwindelerregender Höhe erledigten in den letzten Wochen zehn professionelle Industriekletterer in der Breitachklamm. Bevor es endlich wieder losgeht in den Sommerbetrieb, werden die teils über 100 Meter hohen Felsen kontrolliert und beräumt. Loses und im Winter abgesprengtes Gestein wird gesichert und entfernt. „Diese Instandsetzungsarbeiten gehören für uns alljährlich dazu, weil die Sicherheit unserer Besucher für uns höchste Priorität hat“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Franz Rietzler die Arbeiten in der Klamm. Im Anschluss haben die sechs Mitarbeiter, die die Klamm wie ihre Westentasche kennen, sich um Wege, Holzbeläge, Geländer und Stützen gekümmert und alles auf Herz und Nieren geprüft. Was nötig war, wurde erneuert. Mit dem Hubschrauber wurde Schadholz ausgeflogen und Beton und Material für die Ausbesserungsarbeiten angeliefert.
Im letzten Jahr seien die Auswirklungen der Corona-Pandemie zwar spürbar gewesen, aber mit dem Ergebnis war man trotzdem durchaus zufrieden, so der Betriebsleiter Dominik Fritz. Ein langer Winter sei vorüber, der in normalen Zeiten zahlreichen Gästen atemberaubende Einblicke in die Eiswelt der Klamm geliefert hätte. „Die Pandemie hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauert Fritz.
Umso mehr freut er sich, dass es endlich auch für den Sommerbetrieb Perspektiven gibt. Nach der derzeitigen Planung soll die einzigartige Felsenschlucht zu Pfingsten wieder geöffnet werden. Allerdings muss das umfassende Hygienekonzept, das im vergangenen Jahr zwar gut funktioniert hatte, an die aktuellen Forderungen angepasst werden. Eine Aufgabe, die das Team der Breitachklamm in den nächsten Tagen noch sehr beschäftigen wird.
Wegen der aktuellen Entwicklungen aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Beschlüsse von Bund und Ländern vom 28.10. sowie der Übernahme der beschlossenen Regelung vom Freistaat Bayern am 29.10. müssen zahlreiche Einrichtungen den Betrieb einstellen. Zudem gilt ein Beherbergungsverbot für touristische Reisen. Daher hat sich auch die Breitachklamm dazu entschlossen, mit Sonntag, 01.11. als letzten Öffnungstag die Saison vorzeitig zu beenden. Damit fallen auch die geplanten Sonderöffnungstage im November aus, die im Rahmen der "Auszeit-Wochen" von Tourismus Oberstdorf geplant waren.
"Wir möchten allen Besuchern in diesem Sommer recht herzlich danken, dass sie uns alle so verantwortungsvoll und "mit Abstand" unterstützt haben" so der Vorstandsvorsitzende Franz Rietzler. Somit konnte das Hygiene- und Schutzkonzept der Breitachklamm erfolgreich umgesetzt werden.
Die Breitachklamm geht nun in eine vorgezogene Herbstpause, in der wieder eine Vielzahl an Reparatur- und Revisionsarbeiten anstehen. Derweil laufen bereits die Planungen für die kommende Wintersaison, bei der auf die Erfahrungen aus dem Sommer aufgebaut werden wird.
Anders als in den Vorjahren wird die Breitachklamm heuer über den regulären Betrieb (bis zum 8. November 2020) hinaus für die Besucher geöffnet sein. An den drei weiteren November-Wochenenden haben die Gäste trotz Revision jeweils von Freitag bis Sonntag die Möglichkeit, die Schönheit dieses einmaligen Naturdenkmals zu bestaunen. Der Einlass erfolgt aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen ausschließlich über den Haupteingang in Tiefenbach. Dort befindet sich auch der Hauptparkplatz P1. Der P2 an der Walserschanz dient nur als Ausweichparkplatz. Besucher sollten berücksichtigen, dass sie von dort aus noch 1,5 Stunden Laufzeit inklusive steiler Passagen bis zum Haupteingang der Klamm vor sich haben.
In der Klamm ist nur der untere Teil geöffnet – somit führt der Rundwanderweg an der Kasse Berg vorbei über den Zwingsteg zurück zum Parkplatz P1. Die Obere Klamm ist ab der Kasse Berg bis zur Brücke ins Kleinwalsertal wegen Revisionsarbeiten und Brückenneubauten gesperrt.
Das zusätzliche Angebot besteht an den Wochenenden 13./ 14./ 15. November, 20./21./ 22. November und 27./28./29. November. „Dabei müssen die Gäste allerdings die etwas kürzeren täglichen Besuchszeiten beachten“ so Betriebsleiter Dominik Fritz. Geöffnet ist die Breitachklamm jeweils ab 9.00 Uhr. Der letzte Einlass ist jedoch bereits um 15.00 Uhr.
Witterungsbedingte Änderungen sind jederzeit möglich. Der aktuelle Status kann jederzeit über www.breitachklamm.com abgerufen werden.
Im Jahr 1930 beschlossen der damalige Vorstand und Aufsichtsrat als Dank für die Baumaßnahmen und den unfallfreien Ablauf der Arbeiten in der Klamm eine Kapelle zu errichten. Diese befindet sich ca. 50 Meter vor dem Parkplatz in Tiefenbach. Der über dem Eingang angebrachte Christophorus und das Kreuz am Altar wurde durch einen Oberstdorfer Bildhauer geschnitzt.
Seit der Einweihung der Christophorus-Kapelle findet jedes Jahr im Herbst eine Gedenkmesse für die verstorbenen Mitglieder statt.
So wurde die Messe unter der Leitung von Pfarrer Maurus B. Mayer, um Corona-konform zu sein, auf dem Nachbargrundstück neben der Kapelle mit Mindestabständen und Hygienemaßnahmen abgehalten. Zudem segnete der Pfarrer auch den im Frühjahr neu gebauten Fußweg, der nun vollständig von der Kapelle zum Parkplatz führt.
Am 02.10. fand im Kleinwalerstal das Gründungstreffen der sogenannten "Plattform Kleinwalsertal" um als Konsultationsmechanismus in grenzüberschreitender Zusammenarbeit zu fungieren. Mit dabei war unter anderem der Österreichische Staatssekretär Magnus Brunner. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde bekannt, dass intensive Gespräche auf Bundesebene zwischen Wien und Berlin für eine Sonderregelung für das Kleinwalsertal einen Durchbruch erzielt haben. Damit sind sowohl das Kleinwalsertal als auch die Tiroler Enklave Jungholz mittels einer Ausnahmeregelung aus den von Deutschland ausgerufenen Quarantäne-Gebieten Vorarlberg und Tirol herausgenommen. Die verkündete auch der Bürgermeister der Gemeinde Mittelberg, Andi Haid.
Die schriftliche Bestätigung folgte am Nachmittag vom Robert-Koch-Institut.
Somit ist ein Besuch der Breitachklamm wieder für die Kleinwalsertaler Gäste und Einheimische uneingeschränkt möglich.
Aufgrund dieser Einstufung des RKI bzw. der Bundesrepublik Deutschland gilt die "Verordnung über Quarantänemaßnahmen für Einreisende zur Bekämpfung des Coronavirus" des Freistaates Bayern. Somit ist für eine Ein- und Ausreise ins bzw. aus dem Kleinwalsertal die Verordnung gültig. Die aktuelle Fassung können Sie unter www.gesetze-bayern.de abrufen.
Für Besucher, die von Deutschland kommend am P2 an der Walserschanz parken und durch die Breitachklamm laufen gilt laut der Verordnung (§2, (2) 5.) für Personen eine Ausnahme der Quarantäne- bzw. der Testpflicht,
"[...] die sich weniger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten haben und deren Aufenthalt im Ausland nicht der privaten Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung gedient hat [...]"
Für Einheimische und Gäste, die im Kleinwalertal wohnen gilt derzeit leider keine Ausnahme der Quarantäne- bzw. Testpflicht.
Bitte beachten Sie, dass stets die aktuellen Verordnungen des Freistaates Bayern gelten, die auf den Seiten der Bayerischen Staatsregierung ( www.corona-katastrophenschutz.bayern.de ) abgerufen werden können.
Auf einer Rundreise durch einige Allgäuer Tourismusorte konnten sich der Vorsitzende des Tourismusverbandes Allgäu / Bayerisch Schwaben e.V., Staatssekretär Klaus Holetschek und der Geschäftsführer Bernhard Joachim ein umfangreiches Bild der Regelungen zum Infektionsschutz in Zeiten von Corona machen. Gemeinsam mit Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King und Tourismusdirektor Frank Jost besuchten sie u.a. auch die Breitachklamm und zeigten sich beeindruckt von der Besucherführung, gehöre doch die Breitachklamm zu einem der beliebtesten Ausflugsziele im Allgäu.
Damit auch in Zeiten von Corona ein Besuch in der Breitachklamm möglich ist, hat die Breitachklammverein eG ein umfangreiches Hygieneschutzkonzept entwickelt. Das Team der Allgäu Walser Card hat nach und nach die Leistungspartner besucht und zu den aktuellen Änderungen befragt.
Die Klamm kann zurzeit nur vom Haupteingang in Tiefenbach aus von unten nach oben begangen werden. Ab dem 21. Mai ist auch der obere Bereich der Klamm wieder begehbar, nachdem dort die Revisionsarbeiten beendet sind. Die obere Kasse kann jedoch bis auf weiteres nur als Aus- oder Durchgang genutzt werden. Besucher, die ihr Auto am P2 an der Walserschanz abstellen, müssen dementsprechend zunächst über den Zwingsteg und die Wanderwege nach Tiefenbach nehmen - für die Strecke müssen rund eineinhalb Stunden eingeplant werden.
Im Ansteh- und Kassenbereich müssen Abstandsregeln gewahrt und ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Gleiches gilt für die WC-Anlagen, Desinfektionsmittelspender stehen in allen Bereichen zur Verfügung. In der Klamm gilt für alle Besucher die Einbahnregelung. Allerdings soll es an den breiteren Stellen möglich sein, zu verweilen oder andere Wanderer überholen zu lassen. Die derzeitige Ausnahmesituation macht es leider unmöglich, die Breitachklamm mit Kinderwagen oder Rollstuhl zu besuchen.
Die Corona-bedingte Situation sei für die Betreiber der Breitachklamm eine Herausforderung, der man sich gern stelle, erläutert der Betriebsleiter Dominik Fritz das umfangreiche Schutz-und Hygienekonzept. „Nur so können wir unseren Gästen zurzeit dieses einmalige Naturerlebnis präsentieren“, bittet er die Besucher um Verständnis und die Einhaltung der Regeln.
Alle Informationen sind auch auf der Webseite unter www.breitachklamm.com/corona zusammengefasst. „Wir empfehlen den Gästen unbedingt, sich vorab ausführlich zu informieren, um den Besuch planen zu können.“, so Fritz.
Die Sendung "Heimat der Rekorde" stellt Spitzenleistungen und Superlative aus Bayern vor.
In dieser Folge mit der höchsten Huber-Dichte Bayerns, der ältesten Kapelle Bayerns, den meisten Wurstsorten der Welt, der größten und schwersten freihängenden Orgel der Welt, dem Weltrekord für die längste memorierte Farbsequenz und der tiefsten Schlucht Deutschlands.
Claudia Pupeter machte sich in Oberstdorf im Oberallgäu auf Rekordsuche in der Breitachklamm.
Noch bis 09.01.2021 kann der Beitrag in der Mediathek des BR Fernsehen angesehen werden.
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Sechs Nullen stehen hinter der Zahl 24, denn so viele Gäste haben die Breitachklamm seit der Eröffnung 1905 besucht. Der 24.000.000. Besucher dieser tiefsten Schlucht Mitteleuropas erlebte darum eine besondere Überraschung, als er nichtsahnend mit Familie und Freunden zum Eingang strebte. Auf Stephan Auth aus Fulda warteten bereits der Vorsitzende des Breitachklammvereins Franz Rietzler, der Betriebsleiter Dominik Fritz sowie der Tourismus-Direktor von Oberstdorf, Frank Jost. Der Jubiläumsgast kommt aus Hessen und verbringt mit der eigenen und einer befreundeten Familie derzeit in Scheidegg den Urlaub. Er sei als kleiner Junge schon einmal in der Klamm gewesen und hatte sich darum gewünscht, seiner eigenen Familie das Naturwunder zu zeigen. Erst zwei Tage vor dem Jubiläum sei er schon mit seiner Frau und deren Freundin in der Klamm gewesen. „Da waren die Kinder stattdessen beim Skifahren“, erzählt er. Umso mehr freuten sich Philomena, Pepe, Lino und Tadeus, nun an diesem besonderen Tag dabei zu sein, wo es zum freien Eintritt auch noch Blumen und Geschenke gab.
Ein bisschen Geschichtsunterricht steuerte die interaktive Bergschau bei. Dort erfuhren die Jubiläumsgäste über den Initiator Pfarrer Johannes Schiebel und die beschwerliche Erschließung, über die Gründung des Breitachklammvereins 1904 und die Eröffnung ein Jahr später. Alljährlich werden rund 300.000 Besucher gezählt.
Von links nach rechts:
Betriebsleiter Dominik Fritz, Tadeus, Philomena und Stephan Auth, Pepe und Lino Purtauf sowie den Vorsitzenden des Breitachklammvereins Franz Rietzler und Tourismusdirektor Frank Jost. Foto: Elke Wiartalla
Auch im vergangenen Jahr war die Breitachklamm mit über 300.000 Besuchern ein wahrer Publikumsmagnet. Das berichtete der Vorstandsvorsitzende der Breitachklammverein eG, Franz Rietzler, auf der Generalversammlung vor knapp 50 Mitgliedern. Umso erfreulicher war es, dass trotz der vielen Wanderer kein nennenswerter Unfall registriert wurde. Allerdings forderte ein strenger Winter mit viel Schneebruch, meterhohen Schneerutschen und viel schwerem Schnee seinen Tribut. Die Aufräumarbeiten im Frühjahr waren entsprechend aufwändig, konnten aber mit Hilfe von Spezialfirmen und auch Einsätzen mit Hilfe des Hubschraubers erfolgreich erledigt werden.
Das neue Parkleitsystem an der B19 hat sich nach Aussage Rietzlers sehr gut bewährt. Es habe zu einer deutlichen Entlastung der Parkplätze in Tiefenbach geführt. Stattdessen seien die Stellflächen an der Walserschanz und damit auch die obere Kasse seither deutlich besser frequentiert. Fertiggestellt wurde zudem die Anbindung der Walserschanz an das Wassernetz und die Kanalisation im Kleinwalsertal.
Zudem gab es zwei Dienstjubiläen zu feiern: Walter Maier ist 20 Jahre bei der Breitachklamm tätig, Stefan Haberstock sogar schon 25 Jahre.
Der Sieger steht fest: Den Online-Ideenwettbewerb zur Zukunft der Walserschanz gewann ein Vorschlag, der eine Brücke schlägt zwischen dem ehemaligen Gasthof und der Breitachklamm. Damit würde sich vor allem ein großes Ziel des Breitachklammvereins erfüllen: Der Zugang zur Klamm von der Walserschanz aus, bisher etwas unbequem, würde damit leicht und unbeschwert.
66 Vorschläge waren in den vergangenen Wochen für den Ideenwettbewerb eingegangen. Darunter waren fein ausgearbeitete Zeichnungen ebenso wie grobe Skizzen, Modelle und auch wortreiche Beschreibungen. Manches war fantasievoll, aber realitätsfern, manches rückte weit von den Vorstellungen des Vereins ab. „Wir wollen sicher keinen Funpark und auch kein Erlebnisbad, sondern etwas, das sich in die Umgebung einfügt, die Historie aufnimmt und die Tradition des alten Gasthauses an der Staatsgrenze festhält“, fasst der Betriebsleiter der Breitachklamm, Dominik Fritz, die Vorgaben knapp zusammen.
66 Ideen, viele gute Einfälle „und ein paar, die uns weiterführen auf unserem Weg, die Walserschanz wieder mit Leben zu füllen“, meint auch Franz Rietzler, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft. Der Gasthof steht seit längerer Zeit leer und wurde mitsamt des umliegenden Areals vom Breitachklammverein erworben. Der Online-Wettbewerb sollte Ideen beisteuern, wie das Gelände touristisch ausgewertet werden könnte. Sehr wertvoll habe sich dabei auch die Zusammenstellung der Jury erweisen. „Allesamt selbst Menschen mit Visionen, die uns sicher auch weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen werden bei er Planung zur Walserschanz“, beschreibt Rietzler der Expertenrunde. Neben Rietzler waren Andi Haid, Bürgermeister des Kleinwalsertals, der ehemalige Bergbahnchef Augustin Kröll, Bauunternehmer Josef Geiger, Dr. Klaus Kessler von Naturhotel Chesa Valisa, Hörbar-Chef-Mario Sauter und Kerstin Duchardt, Leiterin der Euregio-Geschäftsstelle dabei.
Ob die Walserschanz abgerissen wird, wie ein gastronomisches Angebot aussehen könnte, ob es Übernachtungsmöglichkeiten geben wird – alles noch offen. Sicher ist dagegen, dass die Geschichte des Grenzgasthofes und der Klamm, unbedingt gezeigt werden soll. „Dafür braucht es pfiffige Ideen“, so Thomas Müller, der als Vorstandsmitglied der Breitachklamm intern die Projektleitung für die Walserschanz übernommen hat. Vor allem aber soll die Klamm vom Kleinwalsertal gut erreichbar sein. „Eine Brücke zur Klamm zu spannen und neue Wege in die reizvolle Umgebung zu schaffen, das entspricht unseren Vorstellungen“, so Müller. Und darum gab es genau für diesen Vorschlag auch den ersten Preis.
Das Projekt wird aus Mitteln des INTERREG-Programms Österreich-Bayern 2014-2020 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Seit Jahren schlummert die ehemalige Gaststätte und das Areal „Walserschanz“ im Dornröschenschlaf. Das soll nun anders werden, denn die Breitachklammverein eG als neuer Besitzer möchte das Gelände direkt an der deutsch-österreichischen Grenze wieder mit Leben füllen. Weil der ehemalige Grenzgasthof, in den 1930er Jahren gebaut, als Eingangstor zum Kleinwalsertal und zur Breitachklamm ohnehin eine Besonderheit ist, haben sich die Verantwortlichen für den Neustart auch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Ein Online-Ideenwettbewerb soll die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen, die es für das markante Areal gibt. Eine vernünftige, nachhaltige und wirtschaftliche Nutzungsidee sollte es sein, die das Gelände zu einer neuen touristischen Attraktion machen könnte. Darüber hinaus sind der Kreativität für den Wettbewerb keine Grenzen gesetzt.
Der Betriebsleiter der Breitachklamm, Dominik Fritz, ist schon sehr gespannt auf fantasievolle Vorschläge. „Alles ist denkbar, eine Würdigung der Historie auch als ehemalige Zollstation und die Wertschätzung des Naturerlebnisses in der Breitachklamm sowie des Standortes ebenso wie Vorschläge für eine Gastronomie oder auch ausgefallene Ideen“, zählt Fritz auf. Die alte „Walserschanz“ steht nicht unter Denkmalschutz. Deshalb ist für den Wettbewerb auch völlig offen, ob das alte Gebäude in den Vorschlägen Verwendung findet oder das Areal nach Abriss der Gaststätte ganz neue Dimensionen erfährt. „Bei aller Kreativität sollte das Ganze allerdings soweit durchdacht sein, dass es wirtschaftlich umsetzbar ist und sich harmonisch in die Landschaft fügt“, ergänzt der Vorstandsvorsitzende der Breitachklamm, Franz Rietzler. Den Wettbewerb sieht er auch als Chance, das Projekt „Walserschanz“ so transparent vorzubereiten, dass möglichst viele Menschen, vor allem Einheimische, die Planung nachvollziehen und begleiten können.
In den kommenden fünf Wochen bis zum 15.11. ist nun viel Fantasie gefragt bei allen schriftlich formulierten Überlegungen, visuellen Beiträgen, Bauzeichnungen oder Skizzen. Eine fünfköpfige Jury wird am Ende über die Vorschläge befinden. Für die besten drei Ideen gibt es Geldpreise in Höhe von 300 Euro bis 1500 Euro. Unter www.breitachklamm.com/wettbewerb haben Interessierte die Möglichkeit selbst an der Ideenfindung mitzumachen.
Gefördert wird der Ideenwettbewerb aus Mitteln des INTERREG-Programms Österreich-Bayern 2014-2020 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).
Einen spannenden Nachmittag erlebten die Kleinen vom Kindergarten St. Barbara in Tiefenbach bei einem Besuch in „ihrer“ Breitachklamm. Die imposante Felsenschlucht, die jedes Jahr rund 350 000 Besucher anlockt, war an diesem Tag exklusives Ausflugsziel für den einheimischen Nachwuchs, denn der Vorsitzende des Breitachklammvereins, Franz Rietzler und der Betriebsleiter Dominik Fritz begleiteten die Kinder auf ihrer Wanderung. Bevor es gemeinsam mit den Eltern losging, gab es jedoch noch etwas zu feiern. Die kleinen Tiefenbacher erhielten vom Breitachklammverein eine Geldspende in Höhe von 500 Euro. Kinder und Erzieherinnen unter der Leitung von Elliane Besler bedankten sich musikalisch für das Geldgeschenk. Franz Rietzler freute sich, wie in jedem Jahr, einen der Oberstdorfer Kindergärten eingeladen zu haben. „Es gefällt uns ganz einfach, dass wir so munteren Nachwuchs am Ort haben und wir möchten den Kindern zudem zeigen, wie schön die Gegend so direkt vor ihrer Haustüre ist“, sagte Franz Rietzler, der die Kinder am Ende des Ausflugs noch zu kalten Getränken, Pommes und Kuchen ins Gasthaus Breitachklamm einlud.